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Übersicht Stand der Forschung
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Erdbebengefahr Köln

Earthquake-Prediction - Erdbebenvorhersage -

Über anormales Tierverhalten vor Erdbeben

chronologische Auflistung verfasster Forschungsbausteine, Aufsätze, Gedanken u.ä.


Aktuelle Gedanken- und Forschungsansätze, die sich für mich aus dem Stand der Forschung ergeben haben, dabei habe ich die Texte chronologisch zusammen kopiert, die jüngsten und akutellesten Texte stehen oben:

Konkrete Möglichkeit bei guten Wetterverhältnissen, mittels Tierverhalten Seebeben 3-4 Tage vorher zu vermuten/orten:

Mit Hilfe von Satellitenbildern sind bei geringem Wellengang und klarer Sicht große Fischschwärme zu erkennen. Da wiederholt in Falle von starken Seebeben beobachtet worden ist, dass sich im Seebebengebiet 3-4 Tage vorher ungewöhnlich große und viele Fischschwärme aufhalten, ist diese Möglichkeit sogar besser als das super teure neue Tsunamiefrühwarnsystem, da dieses erst nach dem erfolgtem Seebeben Alarm schlägt. Versagen tut diese Möglichkeit bei schlechtem Wetter. Außerdem erfordert es eine tägliche Auswertung von Satellitenbildern der zu beobachtenden gefährdeten Gebieten, was sicherlich nur für ausgewähle kleinere Regionen möglich sein wird, es sein denn, es ist möglich eine spezielle Software zu entwickeln und einzusetzen, die die Auswertung der Satellitenbildern automtisch und fehlerfrei vornimmt.

Forschungsansatz:

Sind in Gebieten mit hohem Quarzgehalt die EM-Wellen vor einem Erdbeben verstärkt zu messen, desgleichen Magnetfeldschwankungen und in Gebieten mit geringem Quarzgehalt entfallen diese eventuellen Erdbebenvorläufersymptome?

Sind die EM-Grenzwerte für anormales Tierverhalten, die Prof. Ikeya in Laborversuchen ermittelt hat höher als die im Gelände von Geophysikern tatsächlich gemessenen EM-Wellen, weil die Geophysiker in Gebieten mit niederigeren Quarzgehalten gemessen haben?

Für die Überprüfung könnte man ca. 30 Erdbebenorte, zu denen Satellitendaten mit entsprechenden Messwerten vorliegen, mittels vorhandener geologischer Daten in dem ungefähren Quarzgehalt bis in die Tiefe des Epizentrums abschätzen und als dreidimensionales Modell gegenber der Magnitude statistisch mit den Satellitendaten auswerten. Möglicherweise ergibt sich z.B. daraus, dass sich Erdbeben ab der Stärke 5 in Gebieten ab 30% Quarzgehalt mit verstärkten EM-Wellen Tage vor dem Beben bemerkbar machen und vielleicht dann sogar noch die Stärke oder Frequenz der EM-Wellen Aufschluss gibt über die zu erwartene Magnitude.

Forschungsbaustein:

Können Tiere durch die vielen Reize einer Großstadt hindurch Störsignale, die als Vorläuferwarnsymptom vor Erdbeben auftreten könnten, raus filtern?

Ein aktueller Artikel von Prof. Dr. Tributsch in China macht mich nachdenklich - nachweislich reagieren Tiere in Großstädten auch vor Erdbeben - aber wie können Sie denn aus dieser dort anfallenden Flut an Gerüchen, Lichtern, Geräuschen und elektromagnetischen Wellen noch heraus filtern, was ggf. vor Erdbeben als Vorläuferwarnsymptom auftritt? Möglicher Versuch, ob die Tiere das zumindest in gewissem Umfange könnten: Es müssten entsprechende Parameter wie Infra-, Ultraschall, elektromagnetische Wellen bestimmter Länge/Frequenz, in oder bei einer Großstadt zu fest definierten Zeiten ausgesendet werden, und Beobachtungsposten mit Versuchstieren in verschiedenen Abständen und Richtungen positioniert werden. Forschungsansätze zum Thema "Anormales Tierverhalten vor Erdbeben" Unter folgenden übergeordneten Punkten bzw. Fragestellungen lassen sich die Forschungsansätze zusammen fassen, die man dann im einzelnen für geeignete Tierverhaltensversuche ausarbeiten müße:

1. Reagieren (bestimmte) Tiere auf bestimmte Parameter, wie EM-Wellen, UV-Licht, Infrarotlicht, Vibration, Ozongehalt u.a.?

2. Reagieren (bestimmte) Tiere auf eine Kombination von Parametern mit niedrigerem Schwellenwert gegenüber dem einzelnem Parameter?

3. Reagieren Tiere auf anormales Tierverhalten von anderen Tieren?

4. Reagieren Tiere aus Erdbebengebieten gleichermaßen wie dieselbe Tierart aus Erdbebenfreien Regionen?

Zu Punkt 1:

Es gibt zu EM-Wellen ausführliche Untersuchungen von IKEYA, aber die dort gefundenen Grenzwerte für das Auslösen des Verhaltens sind zu hoch gegenüber den gemessenen Werten der Geophysiker vor Erdbeben. Dies gibt Anlass zu

Punkt 2:

UV-Licht wäre sehr interessant in Hinblick auf vorliegende Untersuchungen von Biologen gegenüber unterschiedlicher Gefiedermusterung bei unterschiedlichen UV-Licht-Spektren und macht Sinn in Hinblick auf Lichtveränderungen vor Erdbeben (siehe Abschnitt von IKEYA). Nur Ozon kann schon nach TRIBUTSCH kein Auslöser sein, auch wenn Hunde noch empfindlicher riechen können, als noch vor wenigen Jahren angenommen, da Ozon auch z.B. in U-Bahnschächten vorkommt, und hier die Hunde überhaupt nicht beeinflusst.

Es könnte aber unter Punkt 2 als Kombinationsparameter gerade mit EM-Wellen von Interesse sein. Vibration wurde bisher immer ausgeschlossen, weil die hochauflösenden geophysikalischen Messgeräte keine veränderten/erhöhten Vibrationen vor Erdbeben gemessen haben. Durch einen jüngsten Fernsehbeitrag lässt sich aber vermuten, dass es geringste Vibrationen unterhalb der Auflösung von heutigen Messgeräten gibt, die Elefanten noch spüren könnten. Ob diese auch vor Erdbeben auftreten, ist also unerforscht und lässt sich auch nicht nachweisen. Infrarotlicht ist vor Erdbeben auf Satellitenaufnahmen bereits nachgewiesen worden, und könnte im Zusammenhang mit den UV-Licht Untersuchungen mit aufgenommen werden. (Käfer haben spezielle Infrarot empfindliche Sinnesorgane, Schlangen können im Infrarotbereich sehen.)

Zu Punkt 2:

Wie bereits in Punkt 1 beschrieben, könnte eine Kombination aus zwei oder mehreren Parametern den Schwellenwert für ein anormales Tierverhalten herab setzen, oder auch überhaupt erst die Kombination dieser Parameter die Tiere alarmieren, und die einzelnen Parameter sind für die Tiere uninteressant. So entscheidet der Mensch z.B. täglich sehr oft schnell und unbewusst aus einer großen Flut von optischen und akustischen Informationen im Straßenverkehr, welche Kombination von Informationen für ihn wichtig oder sogar bedrohlich sind. Wie das unser Gehirn leistet, ist z.T. auch ein Rätsel und kann durch keinen intelligenten Roboter nachgebaut werden. Es können dabei geringste Informationen sein, die erst in Kombination das Gehirn in Alarmbereitschaft setzten. In diesem Zusammenhang sind die beiden folgenden Punkte auch zu sehen und zu verstehen.

Zu Punkt 3:

Stecken sich Individuen oder bestimmte Arten von Tieren einfach nur durch Panikverhalten anderer Tiere an, und reagieren nicht selbstständig auf mögliche Erdbebenvorläufersymptome?

Gibt es eine Art ansteckende Massenpanik unter Tieren?

Dem entgegen zu halten wären Zitate von TRIBUTSCH, wonach wilde Tiere vor Erdbeben plötzlich zahm werden - dies spräche er die von ihm bevorzugten Theorien, dass Parameter wie elektrisch geladene Teilchen den Hormonhaushalt jedes einzelnen Tieres beeinflusst. Aber wenn in einem deutschen Zoo, wie vorgekommen, vor einem Erdbeben alle Tiere schreien, so sieht es ehr nach Massenpanik aus.

TRIBUTSCH hat die These aufgestellt, dass geladenene Aerosolteilichen den Hormonhaushalt der Tiere entsprechend beeinflussen. IKEYA hat mittels Tiermediziner fünf verschiedene Hormone in deren Abhängigkeit auf positive und negative geladene Teilen und elektromagnetische Wellen und die Nähe zu einem Gesteinsbrocken, der unter Spannung gesetzt wird, untersucht bzw. untersuchen lassen. Dabei zeigt sich, dass nur bei elektromagnetischen Wellen und Gesteinsspannung Stresshormone verstärkt freigesetzt werden, aber nicht, wie sie für Überlebensreaktionen üblich sind, sondern welche, die bei normaler Ängstlichkeit ausgeschüttet werden. Ansonsten lassen sich keine eindeutigen Beziehungen finden, sondern sogar ehr ein Rückgang an Hormonausschüttungen.

Zu Punkt 4:

Ist das anormale Tierverhalten durch die Evolution hindurch als erlerntes Tierverhalten zu verstehen, oder reagiert jedes Tierindividuum auf möglicherweise unter Punkt 1 und Punkt 2 gefundene Parameter und Schwellenwerte gleichermaßen, unabhängig von seiner Herkunft? Ergänzend möchte ich folgendes bemerken:

Die Forschung sollte zum Fernziel haben, eines Tages mit Hilfe der aus dieser Forschung entweder gewonnenen Parametern, oder eindeutigem Tierverhalten, welches unter Beobachtung als Warnsignal gewertet werden kann, eine rechtzeitige Evakuierung einer Millionenstadt auszulösen. Da dafür eine Woche Zeit benötigt wird, sind sämtliche Forschungen der mittleren und größeren Säugetiere nur als Baustein in dieser Forschung zu verstehen, da sie zu spät nach Bevölkerungsbeobachtungen reagieren. Von Interesse sind ehr die Insekten, vielleicht noch Kleinstsäuger, wie auch von IKEYA beschrieben und versucht mittels Resonanz der EM-Wellen in den Zellen zu erklären.

Von persönlich wichtigstes erstes Forschungsziel halte ich Untersuchungen von UV-Lichtspektrenveränderung auf Vogelverhalten. Vögel reagieren oftmals auch panisch vor Erdbeben, wozu sie aufgrund Ihrer Flugeigenschaft eigentlich keinen Grund haben. Sie können z.T. aber im UV-Lichtbereich viel sehen und so wird eine veränderte Landschaft unter UV-Licht vielleicht Panik auslösen.

UV-Lichtveränderungen scheinen auch nach Bevölkerungsbeobachtungen in Hinblick auf Erdbebenlichtern und den Theorien und Erklärungen bei IKEYA sehr wahrscheinlich vor Erdbeben tatsächlich verändert vorhanden zu sein, so dass hier beide Seiten - Biologie und Geophysik wahrscheinlich schnell auf einen gemeinsamen Punkt kommen, wo sie sich endlich mal einig werden. UV-Licht kann mittels spezieller Satellitensensoren auch geortet werden und in ferner Zukunft so mit erfolgreich für die Erdbebenprognose heran gezogen werden.

Hier macht die Forschung also in jeder Hinsicht Sinn. Seit Sommer 2004 ist ein neuer Satellit "Demeter" unterwegs, der Radiowellen misst, und man einen Zusammenhang zu geophysikalischen Großereignissen untersucht. Eine entsprechende Datenkorrelation steht noch aus, und sollte auch mit den Infraschalldatenbanken, die derzeit am Entstehen sind, in Zusammenhang gebracht werden, sowie alle zur Verfügung stehenden Fernerkundungsdaten.

Mögliche wissenschaftliche fehlerhafte Rückschlüsse bei dem Forschungsthema Tierverhalten vor Erdbeben:

1. Tatsache: Es wird von wilden Tieren berichtet, die vor Erdbeben zahm in die Dörfer gewandert kamen und Ratten, die man mit bloßen Händen auffangen konnte.

Falscher Rückschluss: Es werden grundsätzlich wilde Tiere vor Erdbeben zahm, und dem Verhalten liegt ein Phänomen zu Grunde, welches ein Vorwarnzeichen für Erdbeben ist, z.B. negativ geladene Aerosole.

Mögliche Wirklichkeit: Es handelte sich nur um innerhalb eines Erdbebengebietes lokal begrenzte Gebiete, in denen dieses Verhalten beobachtet worden ist. Möglicherweise ist durch den stetig anwachsenden Gesteinsdruck eine Gasleitung lokal undicht geworden und hat diese Tiere quasi betäubt - das ausströmende Gas ist jedoch kein Erdbebenvorläufersymptom an sich.

2. Tatsache: Die Tiere in den Versuchen von Prof. Ikeya zeigten bei bestimmten fest definierten Grenzwerten von EM-Wellen und elektrischen Feldern ein auffälliges Verhalten, welches dem von berichtetem anormalem Tierverhalten vor Erdbeben sehr ähnlich oder ident zu sein scheint.

Falscher Rückschluss: Hier ist also im Labor künstlich der Erdbebenvorläuferparameter simuliert worden und der Grenzwert der jeweiligen Tierart gegenüber diesem Parameter, der jetzt zukünftig für Erdbebenvorhersagen benutzt werden kann.

Mögliche Wirklichkeit: Es sind weitere Bedingungen im Labor ausschlaggebend für das Verhalten gewesen, die sich nicht mit denen in der Natur decken. So könnte z.B. die Anwesenheit von Staubpartikeln als Kondensationskeime für Aerosole dienen, und dieser werden durch die EM-Wellen derart beeinflusst, dass diese Aerosole erst das Tierverhalten auslösen. Hätte man die Luft vorher durch einen Staubfilter geschickt, wären vielleicht andere Grenzwerte oder gar keine heraus gekommen.

Oder: Die Anwesenheit wie das Gas Ozon, welches oft vor Erdbeben festgestellt oder gerochen worden ist, vermindert oder verstärkt die Reizschwelle der Tiere gegenüber den EM-Wellen.

Oder: - Aufgrund der niedrigen Individuenzahl der Testtiere wurden nur individuelle Grenzwerte festgestellt, die jedoch sich nicht generell auf alle Tiere übertragen lassen und sich unter Umständen gegenüber den Tieren in der Natur der Erdbebengebiete erheblich unterscheidet.

3. Tatsache: Es wird sowohl von Tierverhalten vor Erdbeben berichtet, als dass auch Erdbeben ohne jede Warnung durch Tiere gekommen sind.

Falscher Rückschluss: Tiere sind unzuverlässig und mal eins reagieren sie und mal eins nicht. Es gibt keinen Vorläuferparameter, auf denen sie reagieren, denn sonst müssten sie bei allen Erdbeben gleichermaßen Reaktionen zeigen. Es ist nur Zufall, ob die Tiere auffälliges Verhalten zeigen oder nicht.

Mögliche Wirklichkeit: Das Tierverhalten wird nicht nur von Erdbebenvorläuferparametern bestimmt, sondern zusätzlich in welchen jahreszeitlichen Zyklus sie sich befinden - wo ihr Hormonhaushalt gerade steht, bzw. ob sie gerade mit z.B. der Aufzucht von Nachwuchs beschäftigt sind oder nicht.

Oder: Das Klima regional hat einen entscheidenden Einfluss, ob z.B. durch starke Winde das Ozon nicht genügend auf die Tiere mit einwirkt, oder fehlende Kondensationskeime für eine Aerosolbildung das Verhalten nicht entsprechend auslösen können.

Meine Forschungsansätze für weitere Klärung des anormalen Tierverhaltens vor Erdbeben:

Zu diesem Thema gibt es schon diverse Studien und sogar mittlerweile zwei Bücher von Wissenschaftlern. Meine weiteren Aspekte, die ich gerne in diese Forschung einbringen würde, um eine endgültige Klärung über sämtliche Ursachen, Zusammenhänge und damit evtl. verbundener zukünftiger Nutzung für die Erdbebenvorhersage zu tätigen, basieren auf den bereits vorhandenen Forschungen, allgemeines studieren von Büchern der Biologie und daraus resultierenden eigenen Fragenstellungen:

· In dem aktuellen Klassiker von Prof. Ikeya ("Earthquakes and Animals, World Scientific 2004") werden elektromagnetische Wellen, die vor dem Erdbeben durch den piezoelektrischen Effekt aus der Erde an die Umgebung abgestrahlt werden, als Ursache für sämtliche Tierphänomene, für meteorologische Phänomene, Veränderungen in der Pflanzenwelt und Störungen elektrischer Funktionen, wie z.B. Fernsehbilder und Handybetrieb angenommen, und in Laborversuchen künstlich reproduziert. Als einziges Problem erweist sich dabei, dass die für die Auslösung der Tierverhaltensanormalitäten notwendigen gemessenen elektromagnetischen Wellen bisher von den Geophysikern nicht in dieser Stärke/Frequenz vor Erdbeben gemessen worden sind. Mein Ansatz wäre mittels Versuche zu klären, ob vielleicht aufgrund der häufig berichteten Ozongerüche vor Erdbeben es sein kann, dass durch eine Erhöhung des Ozons die Reizschwelle gegenüber EM-Wellen vermindert ist.

· Aufgrund meiner angelesenen und beobachteten Tierkenntnisse würde ich es sehr interessant finden, durch entsprechende Verhaltensstudien zu klären, ob das anormale Tierverhalten vor Erdbeben nur bei Tieren auftritt, die in Gebieten leben, wo es auch Erdbeben gibt und ein erlerntes Verhalten ist, oder ob Tiere, die Erdbeben nicht kennen und noch nie gekannt haben, exakt genauso reagieren.

· Erst vor wenigen Wochen habe ich zufällig in einer Zeitung einen Artikel über neuste Erkenntnisse des Aufbaus über das Gefieder von Vögeln und deren unterschiedliche Funktion unter UV-Licht gefunden. Es hat sich gezeigt, dass die Vögel je nach Art auf unterschiedlichen Teilbereichen des UV-Lichtspektrums sehen können und in ihrem Sichtbereich Gefiedermusterungen zeigen, die in dem UV-Sichtbereich ihrer Feinde nicht zu sehen sind. Da immer wieder von bläulichen Erdbebenlichtern vor Erdbeben aus der Bevölkerung berichtet worden ist und Prof. Ikeya diese mittels EM-Wellen im Labor reproduzieren und erklären konnte, halte ich es für wahrscheinlich, dass in dem UV-Lichtspektrum, welches sich ja an den blau-violetten Spektrum des für uns sichtbaren Lichtes unmittelbar anschließt, eine Veränderung vorhanden ist, die durch die Vögel schlicht und einfach gesehen wird - zum einen sehen sie ihre Umgebung möglicherweise verändert, zum anderen sich selber - damit könnte dann die Panik der Vögel problemlos erklärt werden, und sicherlich wird das eine oder andere Tier auf diese Vogelverhalten reagieren.

· Da diese Forschung als Ziel in erster Linie hätte, eine Frühwarnung von Erdbeben zu ermöglichen und eine geordnete Evakuierung einer Millionenstadt eine Woche Zeit erfordert, würde ich vorschlagen, das Verhalten der Insekten, die bis zu 10 Tage vorher Reaktionen gezeigt haben, am besten zu untersuchen, um daraus hoffentlich eines Tages verwertbare Rückschüsse ziehen zu können.

· Laut Prof. Ikeya entstehen bei dem piezoelektrischen Effekt nicht nur EM-Wellen, sondern auch akustische, die das oft berichtete Erdbebengrollen erklären. Zu klären wäre, ob es auch im Ultra- und Infraschallbereich schon Tage oder Stunden vorher solche Effekte gibt, womit weiteres Verhalten erklärt werden kann.

Ausführlicher: Meine Forschungsansätze für eine weitere Klärung des anormalen Tierverhaltens vor Erdbeben, basierend auf dem aktuellen Stand der Forschung: Zu diesem Thema gibt es schon diverse Studien und sogar mittlerweile zwei Bücher von Wissenschaftlern.

Meine weiteren Aspekte, die ich gerne in diese Forschung einbringen würde, um zu einer endgültigen Klärung sämtliche Ursachen, Zusammenhänge und damit evtl. verbundenen zukünftigen Nutzung für die Erdbebenvorhersage zu gelangen, basieren auf den bereits vorhandenen Forschungen, dem Studium von Büchern der Biologie und daraus resultierenden eigenen Fragestellungen:

· In dem kürzlich erschienenen Buch von Prof. Ikeya ("Earthquakes and Animals", World Scientific, 2004) werden elektromagnetische Wellen, die vor dem Erdbeben durch den piezoelektrischen Effekt aus der Erde an die Umgebung abgestrahlt werden, als Ursache für sämtliche Tierphänomene, für meteorologische Phänomene, Veränderungen in der Pflanzenwelt und Störungen elektrischer Funktionen, wie z.B. Fernsehbilder und Handybetrieb angenommen, und in Laborversuchen künstlich reproduziert. Als einziges Problem erweist sich dabei, dass die für die Auslösung der Tierverhaltensanormalitäten notwendigen elektromagnetischen Wellen bisher von den Geophysikern nicht in dieser Stärke/Frequenz vor Erdbeben gemessen worden sind.

Mein Ansatz wäre, mittels Versuchen zu klären, ob vielleicht in Hinblick auf die häufig berichteten Ozongerüche vor Erdbeben zutreffen könnte, dass durch eine Erhöhung des Ozonwertes die Reizschwelle gegenüber EM-Wellen vermindert wird. Bewahrheitet sich dies, könnte man sämtliche Forschungsresultate von Prof. Ikeya unter Berücksichtigung, dass die Laborversuche zwar keine 100%ige Natursituation wiederspiegeln, zumindest als eine Annäherung und mit hoffentlich mehr Anerkennung für seine Forschung und dieses Thema insgesamt für die Erdbebenvorhersage betrachten und nutzen.

Sollte sich mein Versuchsansatz als ungeeignet erweisen, den vorhandenen Widerspruch zwischen der Stärke der gemessenen EM-Wellen in der Natur und den Laborschwellenwerten zu begründen, muss nach weiteren Erklärungsmöglichkeiten und den Beweisen gesucht werden. So kämen z.B. die Möglichkeit tatsächlicher Messfehler in der Natur, bzw. lokale Abweichungen der Messwerte gegenüber den Schwellenwerten in Frage.


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Aufgrund meiner aus Fachbüchern und der Beobachtung von Tieren erworbenen Erkenntnisse würde ich es wichtig finden, durch entsprechende Verhaltensstudien zu klären, ob das anormale Tierverhalten vor Erdbeben nur bei Tieren vorkommt, die in Gebieten leben, in denen Erdbeben auftreten, oder ob Tiere, die Erdbeben noch nie erlebt haben, exakt genauso reagieren. Gegenüber früheren Verständnissen über Tiere weiß man heute doch allgemein, dass viele Tiere "intelligenter" sind und untereinander sehr viel mehr kommunizieren, und Verhaltensweisen über viele Generationen nicht nur vererbt sondern auch gelehrt werden.

· Kürzlich erschien in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (07.05.2005) ein Artikel über neue Erkenntnisse bzgl. des Aufbaus des Gefieders von Vögeln und dessen unterschiedliche Funktion unter UV-Licht. Es hat sich gezeigt, dass bestimmte Vögel je nach Art auf unterschiedlichen Teilbereichen des UV-Lichtspektrums sehen können und in diesem Sichtbereich Gefiedermusterungen aufweisen, die im UV-Sichtbereich ihrer Artgenossen, jedoch nicht in dem ihrer Feinde zu sehen sind. Da aus der Bevölkerung immer wieder von bläulichen Erdbebenlichtern vor Erdbeben berichtet worden ist und Prof. Ikeya diese mittels EM-Wellen im Labor reproduzieren und erklären konnte, halte ich es für wahrscheinlich, dass in dem UV-Lichtspektrum, welches sich ja an das blau-violette Spektrum des für uns sichtbaren Lichtes unmittelbar anschließt, eine Veränderung eintritt. Diese wird durch die Vögel gesehen - zum einen sehen sie ihre Umgebung verändert, zum anderen sich selber - damit könnte dann die Panik der Vögel problemlos erklärt werden, und sicherlich wird auch das eine oder andere Tier auf dieses Vogelverhalten reagieren.

Man könnte für die Überprüfung dieser Hypothese möglicherweise schon vorhandene Daten aus Meteorologie und Fernerkundung heranziehen und in Zusammenhang bringen, aber auch neue, erste Messungen der Lichtspektren in Gebieten mit häufigeren mittelschweren Erdbeben durchführen. Gleichzeitig sollte in Laborversuchen das Tierverhalten bei unterschiedlichsten Lichtspektren untersucht werden. In diesem Zusammenhang möchte ich betonen, dass dies wahrscheinlich nur einer der Auslöser für das Tierverhalten ist und je nach ihrer Art die Tiere auf verschiedene Parameter vor dem Erdbeben reagieren.

Es ist ein Fehler, den Tributsch, Ikeya und andere meines Erachtens gemacht haben, dass sie für alle Tiere ein und dieselbe Verhaltenserklärung aufgrund ein und desselben auslösenden Parameters gesucht haben, was sehr leicht eine falsche Grundannahme sein kann, und somit einem 100%igen Forschungserfolg im Wege stand. Die Natur ist kompliziert, die Tiere haben die unterschiedlichsten Sinnesleistungen, und es gibt unterschiedliche Parameteränderungen, die tatsächlich vor Erdbeben gemessen worden sind - entsprechend unterschiedlich könnte auch das jeweilige Tierverhalten sein. Und in Fällen, in denen gar kein Tierverhalten gemeldet worden ist, kann dies auch an dem Erdbeben an sich gelegen haben - wenn das Gestein in diesem Gebiet z.B. sehr basisch ist, würde der piezolelektrische Effekt nicht auftreten können, sofern überhaupt dieser die EM-Wellen verursacht. Tatsache und in Laborversuchen erwiesen ist immerhin, dass Granitblöcke unter zunehmenden Druck EM-Wellen aussenden.

· Da diese Forschung in erster Linie zum Ziel hätte, eine Frühwarnung vor Erdbeben zu unterstützen und eine geordnete Evakuierung einer Millionenstadt eine Woche Zeit erfordert, würde ich hier vorschlagen, das Verhalten der Insekten, die laut den Versuchen und Berichten im Buch von Prof. Ikeya Reaktionen bis zu 10 Tage vorher zeigen, ebenfalls umfassend zu untersuchen, um daraus hoffentlich eines Tages verwertbare Rückschlüsse ziehen zu können.

· Laut Prof. Ikeya entstehen durch den piezoelektrischen Effekt nicht nur EM-Wellen, sondern auch Schallwellen, die das oft berichtete Erdbebengrollen erklären. Zu untersuchen wäre, ob es auch im Ultra- und Infraschallbereich schon Tage oder Stunden vorher solche Effekte gibt, womit weitere Verhaltensweisen erklärt werden könnten.

Tatsache ist, dass viele Tiere auf Ultraschall und/oder Infraschall reagieren, und sich z.B. viele Zugvögel durch Infraschall orientieren. Laut einem Artikel im "Spiegel" Heft 17, 2005, S. 163ff liegen sehr interessante Messungen und Daten über Infraschall vor, und das Aufreißen des Seebodens bei der Tsunamiekatastrophe wurde über Infraschallmessungen erstmals sichtbar. Hier verfügen die Militärs über umfangreiche Daten, die den Wissenschaftlern leider noch nicht zugänglich gemacht worden sind. Vielleicht liegen auch entsprechende Daten über Lichtspektren vor, die ebenfalls für die Erforschung von Vorläuferphänomenen durchaus relevant sein können?

Protokoll vom Erdbebenfilm Kabel 1 am 4.08.2005 um 23:13 bis 0:11 Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte:

In Kalifornien gibt es eine Gruppe erdbebensensibler Menschen, die sich einmal jährlich treffen und feiern. Eine Frau ist dabei, die auch im Internet ihre an ihrem Körper gefühlten Erdbebenprognosen weltweit online stellt und nachweislich eine Trefferquote von 83% hat. Durch zufällige Beobachtung eines Geysirs wurde in den 70er Jahren festgestellt, dass der Geysire zwei Stunden lang ausblieb, als in ca. 160 km Entfernung ein mittelschweres Erdbeben war, nun wird der Geysire seit 20 Jahren Tag und Nacht per Video beobachtet und vor dem großen Loma Prieta Erdbeben hat er doppelt so häufig sich gezeigt.

Es sind eindeutige Zusammenhänge zwischen verändertem Auftreten des Geysires und Erdbeben bis in 200 km Unkreis zu beobachten, jedoch fehlt bisher eine Erklärung. Andere Wissenschaftler messen seit Jahrzehnten sehr tiefe EM-Wellen, die nicht mit dem Radio zu empfangen sind und nicht für menschliche Ohren zu hören. Sie forschen unter dem Aspekt der Kommunikation mit U-Booten und es gehen Wellen in die Erde rein, als dass auch die Erde welche aussendet. Dabei haben sie vier Wochen vor dem Loma Prieta Erdbeben einen plötzlichen Ausschlag der sonst üblichen Signale bemerkt und zur Zeit des Bebens ein "Chaos" an Signalen.

In China werden seit 20 Jahren an Grundwässern die Radongehalte gemessen, die für dortige Wissenschaftler als wichtiger Indikator für Erdbeben gelten. Eines Tages fingen die Radongehalte drastisch an zu steigen und schließlich haben die Wissenschaftler für eine Gegend in Burma unmittelbaren Alarm gegeben und evakuiert - das Beben kam tatsächlich schon am nächsten Tag - zwei mittelschwere. Führende Erdbebenwissenschaftler aus Japan/Tokio, wo weltweit am meisten an Erdbeben geforscht wird, halten diese exakte Vorhersage für einen Glückstreffer und bemängeln, dass es keine Veröffentlichung zu der Vorhersage und deren fachlichem Hintergrund gegeben hat - die Chinesen halten dies für ein Nichtverständnis ihrer Prognosen..

1976 haben chinesische Wissenschaftler aufgrund drastisch gestiegener Spannungen/Drücke in der Erdkruste, die durch Messsonden in Bohrlöchern gemessen worden sind, in einer Region um drei größere Städte Erdbebenwarnung für mittelschwerer Erdbeben in den nächsten ca. 4 Wochen ausgegeben. Nur eine Stadt hat die Warnung Ernst genommen und öffentlich gemacht, worauf hin keine weiteren Evakuierungsmaßnahmen notwenig waren, da die Menschen von sich aus alle ins Freie gezogen sind. In dem vorhergesagtem Zeitraum kam dann ein sehr schweres Erdbeben (Stärke 7,5) mit den berühmten 250 000 toten von Tangshan - nur in der Stadt nicht, wo die Menschen die Warnung ernst nahmen, gab es fast keine Toten.

Es wurde berichtet, dass helles rotes Licht am Horizont zu sehen war, ein tiefes Grollen und dann kam das Beben. In Kobe wurde vorher von schwarzem, dann roten, dann hell werdendes und schließlich grünem Licht berichtet. Trotz der Satellitenüberwachung von ganz Japan konnte hier das Beben nicht von den Wissenschaftlern vorher gesagt werden, aber die Erde hat vorher Warnsignale ausgesandt, nur sie wurden nicht gedeutet. Das Quellwasser war verändert, 10 Tage vorher bemerkte eine Frau, wie ein Uhrzeiger runter fiel von der Uhr, die Klimaanlage von alleine ansprang, ein Tag vorher der Mond seltsam rosa war, das Fernsehen wechselte ständig von alleine zwischen den Kanälen hin und her..

Prof. Ikeya berichtet, dass Salatblätter gerauscht haben, obwohl es Windstille war und machte Versuche mit dem Van-Grafft-Generator und demonstrierte vor der Kamera, wie die Blätter von Pflanzen aufgrund elektro-magnetische Spannungen vibrieren. Prof. Ikeya wird als Physiker und Nicht-Seismiker stark kritisiert. (Wie oben beschrieben, wurden aber von den japanischen Wissenschaftler auch die nachweislichen Erfolge der chinesischen Kollegen angezweifelt.

Man sollte also ehr vermuten, dass die japanischen Wissenschaftler menschlich irgendwie nicht funktionieren, dass sie die möglichen Erfolge anderer Wissenschaftler immer nur kritisieren - meine Meinung). Andere bemerkten, dass eine Woche vor dem Kobe Erdbeben keine Ratten mehr da waren und einige bemerkten schon 3 Monate vorher, dass es immer weniger streunende Katzen gab, und kurz vorm Erdbeben schließlich gar keine mehr. Vor Erdbeben gibt es extrem viele vermisste Tiere. Die Tauben fliegen alle vorher weg und ein Taubenzüchter bemerkte, dass seine Tauben extrem nervös waren, die Hennen keine Eier legten und ließ sie deswegen fliegen. Dann kam das Erdbeben und es dauerte drei Tage, bis alle zurück waren.

Ein Forscher untersucht Bienen, die Magnetit in ihrem Körper eingelagert haben und auf Magnetfeldänderungen reagieren. Er hat festgestellt, dass sei ein feinaustarierten Magnetmesser für 0-10 Hz Frequenz haben, drüber wird es wieder schlechter. Menschen haben auch Magnetit eingelagert. Gibt es also neurophysiologische seriöse Hinweise für einen sechsten Sinn von Mensch und Tier, den die Wissenschaftler endlich Ernst nehmen sollten? Gibt es ein charakteristisches Verhalten von Tieren vor Erdbeben? Gibt es eine schlüssige Erklärung? Könnten wir dies Verhalten für die Erdbebenvorhersage nutzen?

Seit Jahrhunderten, wenn nicht Jahrtausenden berichten immer wieder unabhängig von Kultur und Religion Menschen auf der ganzen Welt von auffälligem und sonderbaren Verhalten von Tieren, welches sie Tage bis Stunden oder auch nur Minuten vor einem Erdbeben beobachtet haben. Wenn heute in Europa kleinere bis mittelschwere Erdstöße zu verzeichnen sind, klingeln immer noch die Telefone bei den führenden Erdbebenforschern heiß, weil aufmerksame Bewohner der betroffenen Gebiete ihre individuellen Tierbeobachtungen für so wichtig halten, dass sie gerne Wissenschaft und Forschung helfen wollen.

Welches Verhalten der Tiere ist es nun, dass die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zieht und mit hoher Wahrscheinlichkeit mit nachfolgenden Erdstößen in einem bis heute nicht gänzlich geklärtem Zusammenhang stehen? Besonders auffällig ist dabei die intensive Angst der Hunde, die manchmal zu stunden- oder nächtelangem Bellen veranlasst, und bisweilen derartig zermürbend sein kann, dass z.B. 1783 vor dem verheerendem Erdbeben in Messina auf Sizilien schließlich der Befehl erlassen wurde, sämtlich Hunde zu erschießen.

Aber nicht alle Hunde reagieren so, es gibt durchaus auch nahezu gegenteilig wirkende Berichte aus der Bevölkerung, wo die Hunde sich nur unter Möbel verkriechen und ihren Herren anstarren, bzw. seine Nähe suchen. Von den größeren Nutztieren, wie Pferde, Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen liegen ähnliche Berichte vor, die von massivem Angst, Panik- und Fluchtverhalten zeugen, und oftmals eine konsequente Verweigerung, ihre Pferche oder Ställe zu betreten, oder sogar massive Versuchte, aus ihren Ställen auszubrechen.

nteressant ist ein Bericht aus dem Jahre 1976 über einer Rinderherde, die ohne sichtbaren Grund für den Hirten von eine Sekunde auf die andere von einer Welle der Aufregung erfasst wurde, dann panisch durch raues Gelände lief und mit toten Rindern in Folge über einen steilen Abhang stürzte. Später stellte sich heraus, dass zu diesem Zeitpunkt ein Erdbeben mit dem bescheidenen Wert von 3,5 auf der Richterskala war, welches von den Menschen nicht wahrgenommen worden ist.

er Bericht zeugt also von einem sehr intensiven Angst- und Panikverhalten der Tiere, obwohl es dafür im Prinzip gar keinen realistischen Grund gegeben hätte. Von Katzen wird ein weniger deutliches, ehr sinnorientiertes Verhalten seit Jahrhunderten vor Erdbeben berichtet - sie bringen plötzlich ihre Jungen außer Haus woanders in der Natur in Sicherheit - sie scheinen also zu wissen, was ein Erdbeben bedeuten kann und beugen vor.

Aber es sind nicht nur unsere Haus- und Nutztiere, sondern auch viele Wildtiere, die ungewöhnliche Verhaltensmuster zeigen. So wird sehr oft berichtet, dass Ratten und Mäuse ihre Unterschlüpfe verlassen und oft völlig ohne Angst und mit bloßer Hand zu fangen umher laufen. Schlangen sind aus dem Winterschlaf erwacht und auf dem Boden zu sehen, genauso wie oftmals ungewöhnlich viele Würmer erscheinen.

Von Vögeln gibt es sehr viele Berichte, obwohl diese doch im allgemeinen ein Erdbeben gar nicht fürchten müssten. In Käfigen oder Ställen gefangen gehaltenes Geflügel oder Singvögel fangen wild an zu flattern und stoßen laute Warnrufe aus, und schon die alten Griechen benutzten Gänse als Erdbeben-Warner. Die frei lebenden Vögel wirken auch erst sehr erregt, bevor sie ganz und gar die Flucht ergreifen.

Von sonst sehr scheuen Wildtieren wie z.B. Rehe und wilden, scheuen Raubtieren liegen oft gegenteilige Beobachtungen aus der betroffenen Bevölkerung vor - sie wirken sehr zahm und ohne Angst, und kommen gelegentlich sogar ruhig in ein Dorf gewandert.

In Japan wird schon aus Tradition das Verhalten von Fischen vor Erdbeben genauestens beobachtet und erforscht. Zum einen sind heftige Bewegungen von Fischen in Aquarien ca. acht Tage vor einem Erdbeben inzwischen bekannt, als dass auch im Meer aufgrund der Fischfangangebote auf den Märkten sich Tage vor schweren Erdbeben in Küstennähe eine zum einen deutlich höhere Fangquote ausmachen lässt.

Weiterhin scheinen offensichtlich bestimmte Fischsorten plötzlich im Angebot gibt, die es vorher gar nicht gab. Von Insekten gibt es wenige Berichte, dass sie auf Erdbeben schon Tage vorher reagieren - am berühmtesten in diesem Zusammenhang ist sicherlich der zugleich erste überlieferte Bericht zu diesem Tierphänomen aus dem Jahre 373 v. Chr. Vom griechischen Geschichtsschreiber Diodor:

Fünf Tage vor dem Erdbeben, welches die Stadt Helike am Golf von Korinth danach vom Meer verschlingen sollte, soll ein Zug von Ratten, Schlangen und Käfern über eine Verbindungsstraße in das benachbarte Koria gewandert sein. Bis heute fragen sich dann die Menschen, was die Tiere vor Erdbeben wahrnehmen, und was sie zu ihren unterschiedlichsten, auffälligem Verhalten veranlasst. Erst in den letzen Jahrzehnten haben sich seriöse Wissenschaftler mit diesem Thema ausführlicher auseinander gesetzt, und z.T. daran geforscht.

Der Klassiker von Helmut Tributsch aus dem Jahre 1978 ("Wenn die Schlangen erwachen"), nahm geladene Aerosolteilchen vor Erdbeben als Ursache des anormalen Tierverhaltens an. Durch elektrostatische Aufladung der Haare könnte es den Pelztieren unangenehm sein und das Panikverhalten auslösen. Außerdem könnte im Gehirn eine Reaktion im Hormonhaushalt verursacht werden, welches das ungewöhnlich zahme Verhalten der wilden Tiere besser erklären könnte. Diese geladenen Luftteilchen sollen durch einen sogenannten piezoelektrischen Effekt im Boden unter Druckbelastung ausgelöst werden.

Nun gibt es einen topaktuellen neuen Klassiker eines japanischen Physikprofessors, allerdings bisher leider nur englischsprachig: Motoji Ikeya: Earthquakes and Animals, From Folk Legends to Science, World Scientific 2004, 295 Seiten, ISBN 981-238-591-6 und www.worldscientific.com oder auch www.amazon.com.

Der preisdotierte Professor, der auch Mitglied der deutschen Alexander von Humboldt Stiftung an der Universität in Stuttgart war, hat nach eigenen zufälligen ersten Beobachtungen vor dem Erdbeben in Kobe 1995 sehr viel und fundiert zu diesem Thema geforscht, und dazu dieses reich bebilderte und auch für interessierte Laien wertvolle Buch heraus gebracht.

Schon aus dem Vorwort wird ersichtlich, dass die größte Mühe in dieser Forschung der Kampf gegen Vorurteile war und ist, und dieser Forschungszweig außerdem interdisziplinär ist, so dass ein Fachgebiet oder Forscher alleine damit hoffnungslos überfordert ist. Und so erhebt auch dieser sehr erfahrene Professor nicht den Anspruch, seine vorliegende Forschung bereits perfekt getätigt zu haben, sondern regt zu konstruktiver Kritik und Forschung seitens weiterer Wissenschaftler an, wozu auch jeder interessierte Leser sich aufgefordert fühlen kann.

Professor Ikeya versucht in seinem Buch, Licht über die verschiedensten Berichte von sämtlichen mysteriösen Erdbebenvorzeichen zu bringen, wobei er mittels Laborversuchen fast alle Phänomene nachvollziehen und naturwissenschaftlich erklären kann. Der Professor nimmt genau wie Tributsch den selben piezoelektrischen Effekt im Gestein unter hohen Drücken als Ursache an - nur in Folge redet er nicht von Aerosolen und geladenen Luftteilchen, sondern von elektromagnetischen Wellen, die durch diesen Effekt produziert werden sollen und in der Umgebung zu spüren sein soll.

Das Hauptaugenmerk seines Buches liegt dabei auf der Erforschung der Auswirkung von diesen elektrischen Feldern, elektromagnetischen Wellen und -Pulsen auf das Tierverhalten, das Wachstum und die Veränderung von Pflanzen und Atmosphäre. Dabei gelingt es ihm fast ausnahmslos, sämtliche Phänomene, auch das auffällige Tierverhalten unterschiedlichster Tierarten von winzigen Insekten bis zu großen Säugetieren im Labor sozusagen künstlich zu reproduzieren.

Unter Zuhilfenahme von tiermedizinischen Blutuntersuchungen zu den Stressreaktionen wird seine These des anormalen Tierverhaltens als Stressreaktion auf elektromagnetische Wellen untermauert. So hat er z.B. Bienen, Käfer, Wellensittiche, Schildkröten, Fische, Katzen und Hunde im Labor mittels Leiterschleifen und feuchten Tüchern ständig steigender elektromagnetischer Feldbelastungen ausgesetzt und charakteristische Stärken bzw. Frequenzen von elektromagnetischen Wellen als Reizauslöser für auffälliges Verhalten gefunden.

Dabei zeigen die Wellensittiche und Schildkröten ein Boden- und Stangen-kontaktvermeidungsverhalten, während die Hunde und Katzen durch Jaulen, Bellen, Weglaufen und ähnliches sich deutlich bei einer bestimmten Frequenz schlagartig anders verhalten. Auf den letzten Seiten dieser ersten Buchhälfte muss der Leser aber leider erfahren, dass die Geophysiker diese elektromagnetischen Wellen, in der für dieses Tierverhalten erforderlichen Stärke bzw. Frequenz vor einem Erdbeben und in dessen Umgebung bisher noch nicht messen konnten, nur in geringerer Stärke bzw. Frequenz.

Die noch nicht bekannten Gründe dafür zu finden, müssten Ziele weitergehender Forschung sein, damit die Geowissenschaftler endlich ihre Vorbehalte bzgl. des Themas Tierverhalten vor Erdbeben bei Seite legen. Zudem sollten Wissenschaftler auch öffentlich ohne Gesichtsverlust über Messprobleme, Fehlinterpretationen und Unerklärlichkeiten berichten dürfen, damit interdisziplinäre Forschung voran kommt, oder überhaupt erst zustande kommt.

Aber Prof. Ikeya ist selbst der Meinung, dass eine vollständige Erdbebenwarnung nur mit Hilfe von Tieren allein nicht möglich sein wird. Messungen von seismo-elektromagnetischen Signalen (SEMS), ausgelöst durch Gesteinsbrüche, die der Störungszonenbewegung (Erdbeben) voran gehen, müssten mit ergänzenden Beobachtungen von Tieren, Wetter- und Himmelsphänomenen in Zusammenhang gebracht werden.

In jedem Falle ist die Beobachtung von auffälligem Tierverhalten für die Bewohner von Risikogebieten eine persönliche Frühwarnungsmöglichkeit und sollte sorgfältig beobachtet und erforscht werden. Für sehr wichtig erachtet Prof. Ikeya eine vertiefte Forschung über die Auswirkung dieser elektromagnetischen Wellen über die Tiere hinaus auch auf die Menschen.

Prof. Ikeya hat in einer weiteren Arbeit über die Medien die Bevölkerung zu Berichterstattung von Erdbebenfrühwarnsymptomen aufgefordert, und konnte so eindeutig in einem Umkreis von ca. 90 km um das Epizentrum die Zeichen der Natur aus Tier- und Pflanzenwelt schon viele Stunden vor dem Erdbeben nachweisen.

Weitere Forscher, die sich mit Tierverhalten vor Erdbeben wissenschaftlich beschäftigt haben, sind Dr. Rupert Sheldrake - der berühmte Autor des Buches "Der siebte Sinn der Tiere" - (siehe seine aktuelle Homepage www.sheldrake.org), der einen siebten Sinn als mögliche Erklärung diskutiert, womit er sich heftiger Kritik ausgesetzt hat.

Der Vollständigkeit halber sei noch die englischsprachige Internetseite von David Brown aus der USA - www.animalsandearthquakes.com erwähnt. Er hat z.T. mit Dr. Sheldrake zusammen gearbeitet, und Stichprobenartig Menschen aus Erdbebengebieten angerufen und zum Tierverhalten interviewt.

In seiner Homepage findet man viele interessante weitere Aspekte der Erdbebenforschung mittels Interviews entsprechender Fachleute. Eine eindeutige Erklärung, die von allen Wissenschaftlern, also auch von den Geowissenschaftlern akzeptiert wird, gibt es leider bis heute noch nicht gänzlich, trotz dieser vielen seriösen Teilprojekte mit wertvollen Einzelergebnissen.

Möglicherweise kann man auch keine Universalerklärung für dieses Phänomen finden, und es gibt je nach Tiergruppe oder sogar Erdbeben mehrere unterschiedliche Mechanismen, die für die endgültige Erklärung heran gezogen werden könnten. Wir dürfen für die Zukunft gespannt sein, ob nach so vielen Jahrzehnten der Forschung noch etwas erreicht wird.


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