Schon seit Jahrzehnten erwarten Erdbebenforscher irgendwann ein stärkeres Erdbeben im Raum Köln mit schweren Schäden.
Auf meinen drei Webunterseiten /koeln.html und /daten.html und Fortsetzungsseite der laufenden Auswertungen /daten2.html und /deep.html trage ich täglich meine Forschungsansätze und Ergebnisse von Recherchen zusammen. Die jeweils aktuellste Version vom Server auf Ihrem Rechner erhalten Sie, wenn Sie die Tatse F5 auf Ihrer Tastatur bei erneutem Aufrufen der Seiten drücken. Eine erste Zusammenfassung der seismischen Aktivtiäten der letzten Monate habe ich Ende Dezember auf /daten3.html und /daten3b.html zusammen gestellt, mit Hypothesendiskussion und Vorschlägen.
Dabei sind auf dieser Seite überwiegend generelle Informationen mehr für den Laien zu finden, Arbeitsschritte für Datenanalysen und Daten Neuerhebung/Messung für eine mögliche Gefährdungseinschätzung findet sich auf /daten.html und auf der Seite /deep.html werden wahrscheinlich nur noch Fachleute wirklich glücklich werden können
- hier stelle ich wissenschaftliche Hypothesen zur Diskussion und habe Links zu neusten interessanten geophysikalischen Forschungsergebnissen gelegt, mit denen ich teilweise meine Hypothesen zu untermauern versuche, aber auch Anregung für entsprechend intelligente Datenanalyse geben möchte.
Auf der Seite /daten.html protokolliere ich alle paar Tage den beboachten Ablesestand der Bebenkarte von NRW um mit einer Arbeitshypothese ein Muster in der zeitlichen und räumlichen Verteilung der Beben einen Forschungsansatz zu erarbeiten.
Einige fachliche Hinweise habe ich doppelt aufgeführt.
Gibt man das Stichwort " Erdbebengefahr in Köln" in die Suchmaschine ein, wird man schnell fündig und stößt auch schon auf eine zu diesem Thema extra statt gefundene Tagung:
Erdbeben auch in Deutschland möglich?
Das Wissenschaftszentrum Bonn stellte die Frage "Erdbeben - auch in Deutschland möglich?" im Januar 2001 in einer Pressekonferenz unter dem Eindruck des Erdbebens in El Salvador wenige Tage vor dem Erdbeben in Indien - und konnte zu diesem Thema eine beachtenswerte Resonanz in den Medien verzeichnen.
Das DKKV wurde vertreten von Professor Dr. Stavros Savidis, TU Berlin. Nach seinen Ausführungen hinke die deutsche Erdbebenforschung der Zeit hinterher. Eine eindeutige Antwort auf die komplexe Sicherheit in Deutschland kann nicht gegeben werden. Es focussiert sich in Deutschland alles zu sehr auf die Sicherheit der Kernkraftwerke. Deshalb bestehe bei den restlichen Bauten und Gebäuden ein Wissensdefizit. Ein nationales Aktionsprogramm zur Minderung zukünftiger Erdbebenschäden sei in Arbeit. Dr. Günther Leydecker von der Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover forderte mehr Bemühungen, anstelle von vagen Vorhersagen mehr Wahrscheinlichkeiten auf statistischer Grundlage abzuschätzen.
Dr. Smolka von der Münchner Rückversicherung erläuterte die umfangreichen und statistisch belegten Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Sicht der Versicherer. Große Beachtung fanden die Ausführungen von Professor Dr. Bormann vom GeoForschungsZentrum Potsdam besonders in Hinsicht auf ein Forschungsprogramm zur Erdbebengefahr im Raum Köln. Würde ein Erdbeben der Größenordnung von 6,4 - das stärkste bisher historisch belegte Ereignis in Deutschland - sich wiederholen, würden Schäden über 100 Milliarden DM denkbar. Diplomingenier H. Lang von der Bauhaus-Universität in Weimar erläuterte das deutsche Qualitätssicherheitssystem verbunden mit unserem Sicherheitsbewußtsein. Der deutsche Sicherheitsstandard sei sehr hoch, auch die Qualität von Baustoffen und -teilen, aber diese Standards gelten eigenartigerweise nicht für Brücken und Industrieanlagen.
Aus der Interessenlage des DKKV dürfte anzumerken sein, dass in den deutschen Medien Themen der Katastrophenvorsorge, die erfahrungsgemäß schwer zu vermitteln sind, dann transportierbar werden, wenn sie aus eigener Betroffenheit, sozusagen an den Gefahren im eigenen Lande ablesbar, aktuell werden.
Aufgeschreckt durch die seit Monaten laut Medienberichten von Vulkanologen beobachteten und gemessenen anormalen verstärkten CO2 Ausgasungen, habe ich mir Gedanken gemacht, ob es hier einen Zusammenhang geben könnte und das ein Indiz für das unmittelbar bevorstehende schwere Beben in Köln sein könnte.
Hinzu kommt die Frage, ob die zu erwartende Stärke eines potentiellen Bebens, was sich duch die Eifel Vulkan Aktivität ankündigen könnte, wirklich mit der maximalen Magnitude ( 6.2-6.5) des schwersten historischen Bebens vergleichbar ist oder stärker ausfallen könnte.
(Anmerkung: Der letzte Ausbruch eines Eifelfvulkans liegt 10.000 Jahre zurück - sollte also die derzeitige zu beobachtende Aktivität tatsächlich ein Vorläufersymptom eines potentiellen Ausbruchs sein und in der Tiefe auch über 100 km Entfernung zu Erdbeben führen, so ist ein Vergleich der maximal zu erwartenden Magnitude aufgrund von historischen Erdbeben hinfälllig, da es damals keine entsprechende vulkanische Aktivität gegeben hat. Was heute für keinen Wissenschaftler mehr vermutlich rekonstruierbar ist: Gab es beim historischen schweren Beben zu Köln auch diese erste vulkanische Vorstufe an Aktivität in der Eifel und den Eifel Maaren??)
Dies wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemand derzeit wirklich konkret beantworten können.
(Laut mündlicher Aussage von Prof. Dr. Ulrich Schreiber, Uni Essen) treten in der Eifel seit geraumer Zeit auch kleinere Beben gehäuft auf, wo früher gar keine waren. Für mich ein Zeichen dafür, dass der Erdmantel derzeit nach oben drückt.)
(Über das Verhalten von Ameisen vor den mikro-Eifelbeben hier ein interessanter wissenschaftlicher Beitrag:http://www.uni-due.de/geologie/ameisenkamera/index.shtml
Vielleicht kann man dann eines Tages ein bevorstehenden Ausbruch der Eifelmaare oder ein großes Erdbeben besser vorhersagen.)
Die wissenschaftliche korrekte zusammengefasste Antwort lautet:
Es gibt derzeit keine wissenschaftliche Hinweise, die Zusammenhänge der Eifel Maar Aktivitäten und potentiellen schwereren zukünftigen Beben im Raum Köln-Aachen-Düsseldorf belegen, aber es gibt genauso wenig auch keine wissenschaftliche Hinweise, die dieses wider legen.
Es gibt aber bereits wissenschaftliche Belege für eine tieferliegende Anomalie unter der Eifel im oberen Mantel, die sich teilweise auch lateral und bis unter Köln hinzieht. ( siehe in meiner Webunterseite /deep.html)
Und grob in dem oberen Teil dieser Tiefe vermute ich den Mechanismus, der jetzt aktiv werden könnte, sich erst in den Aktivitäten in der Eifel zeigt und dann ca. 100 km weiter durchaus ein schweres Erdbbeben verursachen könnte.
Erdbeben gelten trotzt diverser unterschiedlicher bekannter Vorläuferphänomene bisher als nicht vorhersag bar.
Dies hat seine wissenschaftliche Begründung überwiegend an dem zur Verfügung stehendem Datenmaterial, aber auch im nicht hinreichenden Detailverständnis, inwieweit es statisitsch geeignet auswert bar ist.
Oftmals scheitert es an der Messungenaugikeit, an der zu geringen und seltenen Datendichte oder der Interpretation der Messwerte, weil zuviele Paramater und Effekte mit berücksichtigt und wieder aus der statistischen Auswertung in Bezug auf Erdbebenvorhersagemöglichkeit wieder rausgerechnet werden müssen.
Hinzu kommt ein enormer Rechenaufwand, wenn man über größere Flächen oder sogar dimensionalen Köpern Messdaten der Datenanalyse zuführen möchte.
Für den Laien mag es sich also sehr lächerlich oder sogar lustig oder pervers anhören, wenn Wissenschaftler einfach nur die Höhe der Wahrscheinlichkeit, in der man ein Erdbeben vorhersagen kann, verbessern möchte.
Der enome Datenerfassungsaufwand und Interpretationsaufwand wird dabei vom Laien unterschätzt. Die Datendichte und Genauigkeit oder sogar die Art der Daten werden jedoch permanent verbessert und auch Satellitendaten werden hinzugezogen.
Wirft man hier einen Blick drauf (http://www.dlg.de) könnte man als Laie den gegenteiligen Eindruck haben und man müsste einfach nur diese endlos vielen Daten durch geeigente Software in Großrechnern schicken, und schon spuckt der Computer eine vernünftige Erdbebenvorhersage aus.
Auch dieser Eindruck täuscht. Jedes Erdbeben ist vielmehr ein Individuum und zuviele individuelle Parameter wirken aufeinandern, die es für eine wirklich wissenschaftlich fundierte Berechnung zu berücksichtigen gibt.
Tiere zu sein, die eine Vorwarnzeit von bis zu zwei Wochen aufweisen können. Vermutlich entscheidend für das Auftreten dieses warnenden Verhaltens ist der Quarzgehalt im Untergrund.
Dieser scheint nach meinen eigenen in der Diplom Arbeit gemalten Karte über die SiO2 Gehalte im Vulkangestein im Raum Köln groß genug, um auf ein entsprechendes eindeutiges Tierverhalten hoffen zu können.
Da für die Stadt Basel ein ähnliches generelles Erdbebenrisiko besteht, könnte man also hoffen, wenn man jetzt anfängt gezielt Forschung auch mit Hilfe von Tieren zu machen und die beiden Städte Aachen und Düsseldorf als ebenfalls gefährdete Städte in dieses Projekt mit einbeziehen würde, dass nach einem dann eventuell tatsächlichen mittleren bis schweren Beben erfolgten Beobachtungen und Messungen eine Möglichkeit gegeben ist, dies für zukünftige Prognosen erfolgreich benutzen zu können.
In Thüringen kann nach Texten des GFZ-Potsdam auch jederzeit ein Beben sogar der sehr schlimmen Magnitude 7.0 und geringfügig darüber sich ereignen, wie Untersuchungen historischer Beben gezeigt habe.
Für die wissenschaftliche Theorie, die Hinweise geben könnte auf einen Zusammenhang zwischen der Ausgasung der Eifelmaare (siehe vorallem die Unterseite /deep.html) und einem evtl. bevorstehenden stärkeren Erdbeben auch weiter entfernt, z.B. in Köln, habe ich in meiner eigenen alten Diplom Arbeit nachgelesen.
Hier jetzt ein paar Fachsätze, der Laie sollte lieber oben rechts weiter lesen.
Da steht z.B. als offensichtliches Literaturzitat, das das Schwerverhalten recht- und linksrheinisch ungeklärt ist, jedoch mit einer tieferliegenden Boudinage Struktur erklärbar sein könnte.Und unter der Eifel leigt ein "low-velocity-body", wo sich die Asthenosspähre aufbeult. Boudinage würde als bedeuten, dass nicht Spannung durch aufeinander prallen von Platten sondern das Gegenteil - auseinander driften in der Tiefe ensteht.
Das Schwerfeld wird für das "Basin and Range Gebiet" von Frodieveaux 1986 mit einer periodischen Bougeranomalie von 200 km im Bereich Lithosspähre - Asthenossphäre beschrieben, ein Hot Spot Mechanismus in der Eifel wird diskutiert und von von Regenauer-Lieb und Strehlau 1987 als "Spur einer gedrifteten Fließinstabilität" beschrieben.
(Neuste Forschungsergebnisse zu einer analogen Boudinage Struktur aufgrund von Bougerdaten Anomalien unter den Lofoten hier, dritter Artikel von oben von Alexander Braun, sogar auf Deutsch: http://www.dynamik-des-erdinnern.de/Workshop.1998/abstracts.html)
In obig zitierter Arbeit werden zwei verschiedene Wellenlängen für zwei unterschiedliche Tiefen in der Kruste für das Boudinagesystem berechnet und simuliert und mit gemessenen Daten verglichen.