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Erdbebengefahr Köln

Earthquake-Prediction - Erdbebenvorhersage-

Aktuelle Erdbebengefahr Einschätzung in Köln - mögliche derzeit aktuelle aktive Mechanismen

in ca. 27-30 km Tiefe, Forschungsmöglichkeiten über Vorhersage des tatsächlichen schweren

Bebens daraus resultierend


Schon seit Jahrzehnten erwarten Erdbebenforscher irgendwann ein stärkeres Erdbeben im Raum Köln mit schweren Schäden.

Doch warum wird dann diese Region nicht mit entsprechenden Messstationen und Datenanaylseprogrammen, über die normalen überall üblichen Standards hinaus überwacht? Die tatsächlichen Messungen die statt finden, reichen leider für einen Erdbebenwissenschaftler auch rückwirkend für die Forschung nicht aus. Anmerkung von 08.08.2008: Meine diversen konkreten Anfragen und Vorschläge an des Geologische Landesamt NRW wurden bisher dies bzgl. nicht konkret beantwortet, bzw. für mich unzureichend.

Hier konkrete Arbeitsschritte und Vorschläge:

Konkrete Arbeitsanleitung und Datenanalyse und Interpretationsvorschläge für den Multiparameter Ansatz, um genügend Indizien für ein bevorstehendes schweres Beben zu finden:

Vorbereitende Überlegung: Das gesamte Dreieck Köln-Aachen-Düsseldorf ist Erdbebenrisikogebiet. Für diese relativ große Fläche eine Datenanalyse zu machen ist sicherlich wesentlich aufwendiger, als wenn man im Erstversuch sich nur auf Köln Stadtgebiet bezieht. Das Erdbeben kann sich, wenn es sich denn durch den von mir vermutetend derzeit aktiven Dehnungsprozess an der Kruste-Mantel Grenze langssam aufbaut nach heutigem Stand von Wissenschaft und Forschung praktisch überall in einem großen 3 dimensionalen Raum in dieser Gegend aufbauen - es sind aber natürlich die bereits bekannten seismisch aktiven Störflächen mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit die bevorzugten Orte. Hier könnte man ebenfalls versuchen für die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit sämtliche zur Verfügung stehenden Daten alter Beben auch geringerer Magnitudestärke zu untersuchen, um auf bestimmte Störungen und Tiefen als besonders wahrscheinlich zu stoßen. Dabei ist die Erft Verwerfung bei Köln als eine solche Stelle bereits von Wissenschaftler indentifiziert worden.

Im ersten Datenanalyseversuche, sollte man sich also auf diese Stelle beschränken.

Da sich z.B. Gase wie Helium, Radon und ggf. Ozon die im Multiparameteransatz gemessen und analysiert werden könnten auch in weiterer horizontaler Entfernung vom Epizentrum entfernt durch entsprechende im Winkel durch die Kruste verlaufende Wegsamkeite bahnen können, ist hier schon wieder die nächste Hürde. Sollte man von einem tief liegenden Epizentrum an der Erft Verwerfung ausgehen, sind hier bekannte oder mögliche Wegsamkeiten für Gase zu untersuchen, um evtl. in durchaus 20 km Entfernung auf die entsprechend kritischen Gaswerte überahaupt treffen zu können. Dies ist die Vorarbeit von Geologen, um die genaueren Orte lohnenswerter Gasmessungen zu finden.

Generell lässt sich aber sicherlich die öffentlich zugängliche Ozonmessung der Stadt Köln auf nicht erklärbare Veränderungen und plötzlichen Zunahmen von Konzentrationen kritisch überwachen und durchdenken.

Direkter Link zu den Ozonmessdaten: http://www.lanuv.nrw.de/luft/immissionen/aktluftqual/eu_luft_akt.htm

Dort gibt es auch einen Link zur Bundesnetzagentur, die tatsächlich bundesweit den Elektrosmog misst - vielleicht kann man darüber ja mit viel Glück die vermehrten EM Wellen vor Erdbeben finden.

Relativ einfach ist es an Daten über Landhebungen und Senkungen unterschiedlicher Auflösung und Dichte heran zu kommen. Diese Datenanalyse wäre auch über das gesamte Dreieck Aachen-Düsseldorf-Köln sehr einfach. Hierbei interessieren nicht nur generelle Hebungen oder Senkungen, sondern auch Anomalien in Senkungsraten - so wird z.B. ein großes Braunkohletagewerk bei Köln seit vielen Jahren Satelliten überwacht und mm genau die Absenkrate gemessen - wenn die Absenkung plötzlich schneller, oder langsamer von statten geht, könnte dies auch ein Warnhinweis sein. Weiter würde ich gerne sämtliche Braunkohletagebauwerke und angrenzendes Land- sofern mm-genaue Satellitendaten der Absenkung ausreichend vorhanden sind, durch eine 3 D Software schicken und gezielt nach einer nicht geradlinienigen Absenkung, sondern leicht ossizilierenden Bewegung Ausschau halten.

Leider hat es aber vor langer Zeit eine analoge Messung in der USA gegeben, wo sich ein Erdbebenrisikogebiet im Umkreis von 50 km um 50 cm gehoben hat. Die Bevölkerung wurde evakuiert und das Beben ist bis heute nicht gekommen. Hier zeigt sich die entscheidende Wichtigkeit vom Mulitparameter Ansatz.

Gehe ich von meiner Diplomarbeit und der Geophysik aus, so sollte man bevorzugt nach Dehnungsbeben in vielen Hundert Kilometern Umgebung suchen und besonders, ob sich diese vielleicht in einem Abstand von grob 200 km ereignen - bzw. wenn die Verwerfungszonen mit den Beben die Mantelstruktur im Winkel schneidet auch geringerer Abstand - da dies alles Theorie ist, kann hier nur unter diesem Aspekt eine grobe augenscheinliche Betrachtung derzeit vorgenommen werden - und ob sich ein eventuell tatsächlich vorhandener aktiver Mechansimus auch vorher in kleineren Beben im 200 km ( oder 160-170 km z.B. bei Winkel) Abstand durchpaust, ist die nächste ungeklärte Frage, es wäre nur ein Versuch. Vielleicht finden sich ja auch Beben tatsächlich relativ zeitgleich in relativ konstanten Abständen, aber mit anderer Kilometerzahl - dies könnte genauso gut auf den gleichen aktiven Mechanismus hindeuten.

Eventuell kann hier auch ein Schwingungsmechanismus an der Moho vermutet werden. Schaut man sich die Infoseiten vom GFZ-Potsdam an, so sieht man das für Experten nicht vermutete erstaunlichste neuste Forschungsergbniss dort für unsere Erde auf den ersten Seiten: Es können in nur wenigen Monaten dramatische Umwälzungen im Erdkern statt finden, die das Magnetfeld messbar beeinflussen. Analog zu diesem sehr überraschenden seriösen Forschungsergnis liegt es nahe, auch die vorliegenden Hypothesen über Prozesse an der Kruste-Mantelgrenze nicht als abwegig abzulehnen. Man könnte gezielt nach Daten suchen, die auf so einen Mechanismus hindeuten könnte.

Zu Schwingungen im Mantel - nach meinem diagonalem Querleseverständnis gibt es derzeit nur Modelle über Eigenschwingungen im Mantel, wo es zwar sehr komplizierte und genaue Berechungen zu gibt, jedoch im Modellcharakter stecken bleiben, und die Ursachen liegen durchaus auch in der Konstellation der Planten, die sich ständig verändert. Sehr viel gibt es über die Eigenschwingung der Erde - also an der Oberfläche gemessen, und eine Eigenschwingung an der Mantel-Kern Grenze. Eine von mir vermutete Schwingung am obereren Mantel konnte ich leider in der Litartur bisher nicht genauer ausmachen, bzw. der Link zu einer derart bestehenden Arbeit funktionierte nicht.

http://www.pimath.de/magnetfeld/schalenaufbau.html

http://www.ohg-natur.de/Band60/Pflug.html

http://www-gpi.physik.uni-karlsruhe.de/pub/widmer/BFO/Physik_Journal_final.pdf

http://edocs.tu-berlin.de/diss/2003/wziontek_hartmut.pdf

Es gibt darüber hinaus neuste überraschende Forschungsergebnisse über sehr niedrig frequente seismischen Wellen, die in den Tiefen von Subduktionszonen gemessen worden sind. Möglicherweise liegt hier ein weitere Forschungsschwerpunkt für Geophysiker der Zukunft.

Mehr dazu hier: Deep Tremor

Eine weitere Forschungsarbeit konnte ich so schnell noch nicht beschaffen und lesen, hat aber den viel versprechenden Titel: . Non-volcanic tremor and low-frequency earthquake swarms - -ein Erdbebenschwarm ist eine starke Häufung von Erdbeben geringer Magnitude - wenn ich Prof. Dr. Schreiber von der Uni Essen richtig verstanden habe, ist dieses auch derzeit in einem Gebiet der Eifel vorhanden, wo vorher keine Beben waren.) Hier könnten Experten dann auch versuchen aus den vorhandenen und zukünftigen Daten der Erdbebenschwärme Analysen zu erstellen.

Für die Datenanalyse der Satellitendaten, die jedem öffentlich über das Internet zur Verfügung stehen ( http://www.dlg.de) sollte man auch vorbereitende Überlegungen machen, in welchen Dimensionen man die Daten analysieren möchte. Ein Traum wäre es, wenn es eine Software gibt, in der man einfach die Eckparameter des zu untersuchenden Gebietes eingibt, und dann die Daten automatisch auf Anomalien untersucht werden. Leider ist das derzeit ein Traum und man muss eigene Überlegungen machen und mühsem einzelne Datenanalysen ausführen. Vielleicht lässt sich aber für die Zukunft so eine Software entwickeln.

Interessant wäre eine Rückwärtsdatenanalyse der Satellitendaten für die wenigen mittelschweren Beben in dieser Region- sofern genügend Satellitendaten aus diesem Zeitraum vorhanden sind. Findet man keine Signifikanz, heißt es aber noch lange nicht, dass für ein zukünftiges Beben doch eine Signifikanz zu finden wäre - weil es eben z.B. auch von der Tiefe des Epizentrums und den Anteil von Quartz im Gestein u.a. abhängt, ob entsprechende Anomalien in den Daten zu finden sind oder nicht.

Über potentielle Geothermieprojekte, die evtl. gut auswertbare Daten haben könnten, habe ich widersprüchliche Informationen recherchiert - laut BGR gibt es nur eine einzige Geothermiebohrung bei Aachen, das Geologische Landesamt verwies mich ans Bergamt, jenes wieder zurück, mit dem Hinweis, dass es da sehr viele gäbe und dort die Datenbank dafür sei - weiter gekommen bin ich also nicht trotzt intensivesten Bemühungen nicht.

Um eine Anomalie als solche in den Daten auch zu erkennen, sind im allgemeinen Randbedingungen wieder heraus zu rechen - so ist ein Jahreszeitlicher Trend, ein Tageszeitlicher Trend, ein Trend über Jahrzehnte durch Klimaerwärmung und ähnliches zu berücksichtigen. Die wirklich perfekte Datenanalyse ist hierbei ein sehr hoher Rechenauffwand, aber sicherlich könnte es auch schon lohnenswert sein, wenn einfach nur z.B. von den letzten zehn Jahren Datensätze eines bestimmten zu analysierenden Gebietes - z.B. ein Quadrat was über die Kölner Innenstadt gelegt und definiert wird mit entsprechenden Referenzdaten vergleichbarer Städte in vielen hundert Kilometer Entfernung verglichen wird. Durch diesen praktischen Vergleich werden sich eventuelle Trends, die nichts mit einer Veränderung durch ein bevorstehendes Erdbeben zu tun haben, vermutlich auch relativ leicht in der Datenanalyse zeigen und für die Interpretation berücksichtigen lassen.

Diese Daten müssen also nach gängigen einfachen Statistik Analyse Programmen, wie Sie bei Excel vorhanden und für jedermann zugängig sind, relativ einfach und schnell auf signifikanten Änderungen z.B. in den letzten Wochen gegenüber den Vorjahren zu untersuchen. Möglicherweise baut sich die Veränderung aber auch ehr über Jahre auf, und dies könnte sich im Vergleich zu den Vergleichsstädten zeigen.

Das Problem ist aber vielmehr die zu geringe Datengenauigkeit und Dichte für die Interpretation in Hinblick auf das vorliegende Problem. So könnte zwar über die Bodentemperatur ein Erdbeben tatsächlich wahrscheinlich vorher lokalisiert werden, jedoch wenn es kein sehr oberfächennahes Beben sind, sind die messbaren Temperaturveränderungen an der Erdoberfläche zu gering oder gar nicht mehr vorhanden.

Sehr gut anlysierbar und für eine Erdbebenvorhersage brauchbare Daten liefern die Messungen von Grundwasserspiegel veränderungen. Nach meinen Recherchen pflegen jedoch die Abteilungen Hydrologie diese Messungen wesentlich zu selten und zu weit masching durchzuführen, um für die Erdbebenforschung interessant zu sein. Auch hier würden nur gezielte lokale Sondermessungen von Erfolg gekrönt sein.

Eine ständige Beobachtung und statistische Auswertung von vermisst gemeldeten Tieren, insbesondere Hunde und Katzen ist nach einschlägigen Studien in der USA ein relativ sicheres Indiz für ein unmittelbar bevorstehendes Beben. Bisher konnte ich allerdings nicht in Erfahrung bringen, ob sich dieses Verhalten auch vor Beben geringer Stärke mit nicht so starken Beben zeigt.

Laut Jim Berkland findet Erdbeben bevorzugt wenige Tage vor und nach oder genau um den Vollmond herum statt, da hier eine verstärkte Massenanziehung durch den Mond mehr Kräfte ausübt.

Ich persönlich halte die Messung und Analyse von Infraschalldaten für sehr wichtig - es gibt bereits ein weitmaschiges weltweites Netz für die Infraschallmessung. Möglicherweise bringt aber erst die gezielte lokale Messungen den wissenschaftlichen Durchbruch.

In einem weiteren Forschungsansatz vermute ich Veränderungen im nichtsichtbaren Lichtbereich - insbesondere UV Licht in der unmittelbaren Umgebung des Erdbebens in Bodennähe, Augenhöhe und noch etwas höher - vermutlich durch elektromagnetische Wellen/Felder entsprechend enstanden.

Für die Kritiker des piezoelektrischen Effekts, die ihn für nicht bewiesen halten:

Prof. Ikeya beschreibt. in seinem Buch ein eigenes Forschungsexperiment mit Granitfelsblöcken Der Block wird in einer Presse kontinuierlich unter steigenden Druck gesetzt. Es werden EM Wellen gemessen und eine Katze sitzt in der Nähe. Dabei werden steigende EM-Wellen gemessen und noch bevor der Block zerspringt zeigt die Katze deutlich auffälliges Verhalten. Die Geophysiker messen selber unerklärliche EM-Wellen vor Erdbeben - ist es jetzt wirklich wichtig die Entstehung dieser Wellen bis ins Detail richtig z u verstehen- das Phänomen ist nachweislich dar und von dort aus gehend kann man damit arbeiten.

In dem dicken englischsprachigen Buch von Prof. Dr. Ikeya finden sich viele Seiten Text über bereits stattgefundenen Forschung von EM-Wellen Anstieg vor Erdbeben in Japan und USA . In der Zusammenfassung wird dies als mögliche Erdbebenvorhersage gesehen, allerdings scheint es bei jedem Erdbeben anders zu sein. So kann es nur wenige Stunden oder noch weniger vorher gemessen werden, bei einem anderen großen Erdbeben damals in San Fransisco haben militärische Messstationen schon 12 Tage vorher einen Anstieg in den EM Wellen gemessen, der wieder abfiel und dann ca. nur eine Stunde vorm Erdbebeben eine extreme Spitze kriegte. Beim Loma Prieta Erdbeben San Fransico: ULF EM Wellen Intensität in nT/  Hz ^1/2, ein "pulse" bestand aus 100 Frequenzen von ca. 100 W/m^2 oder 600 nT (180 V/m); Kobe Erdbeben: präseismische ELF ( extrem low frequency) wurden mit 223 Hz gemessen, Daten wurden aufgezeichnet bei Erdbeben Magnitude 4.9 und M 5.8 ( also noch nicht das große Erdbeben!!!).

Hier ein englisch sprachiges Video bei Youtoube, was sich mit VLF vor Erdbeben etwas beschäftigt: http://de.youtube.com/watch?v=h4ed9WRZh9E

Frage: Gibt es von 2002 Daten aus dem Raum Aachen- weil da war ein Erdbeben mit Magnitude über 4, da könnte man ja mal rückwirkend schauen, leider sind die Daten überwiegend nicht im benötigten Messbereich: leider kann das automatische Messsystem keine Frequenzen unter 9kHz messen. Die beschriebenen Frequenzen liegen im VLF/ELF Frequenzbereich, der um mehrere Zehnerpotenzen unter dem Messbereich des automatischen Messsystems liegen.Leider ist das automatische Messsystem für diese Zwecke ungeeignet. Man könnte alternativ nach militärischen Aufzeichnungen auf Suche gehen.

Dann zu dem potentiellen Argument, dass es jetzt kein "Big Bang" in Köln geben kann, weil diverse kleinere Beben in lezter Zeit waren. Zum einen ist mir auf der Bebenkarte vom Geologischen Landesamt NRW tatsächlich aufgefallen, dass im Großraum Köln deutlich weniger Beben wie in der Umgebung waren, dort also sich im Gegensatz zur Umgebung schon mehr Spannung aufgebaut haben könnte. Weiterhin vermute ich ja auch, dass derzeit eine Boudinagestruktur - eine Dehung- evlt. sogar Schwingung an der Moho statt findet - dies bedeutet evtl. mehr oder weniger gehäufte kleinere Beben mit relativ gleichen Abständen, womit sich dann die Boudinagestrukur der Moho an der Oberfläche auf der Bebenkarte sichtbar durchpausen könnte. Das heißt, nur weil es viele kleine Beben im Großraum Köln Aachen Düsseldorf gegeben hat, ist dies noch kein 100% iger Hinweis darauf, dass sich nicht doch ein größeres Beben aufbauen könnte, wenn man obige These zu Grunde legt.

Hier meine laufenden Beobachtungen

der aktuellsten Bebentätigkeiten in NRW:

Auf der Bebenkarte der Erdbebenstation Bensheim habe ich sogar als letzte zwei etwas größere Beben am Rheingraben - Koblenz und das andere zwischen Eindhoven und Bochum grob eine Distanz von ca. 160-170 km auf meiner kleinen Karte ausgemacht - und genau auf halber Strecke zwischen den beiden Beben liegt Köln. Ob das nun was bedeutet oder nicht- das weiß keiner, aber mir ist es eben aufgefallen.
Und ganz dunkel fällt mir automatisch assoziativ die Schwingung einer Metallplatte ein - evtl. kann man hier einen brauchbaren Vergleich bei der Verteilung von Bebenmuster finden - dann könnten evtl. erst kleinere Randbeben in größerer Entfernung auftreten und dann der Big Bang in der Mitte- aber alles bisher frei erfunden. (Ablesestand: 22.07.2008)

Ablesedatum 29.07.2008: weitere kleinste Beben in der Nähe des ersten zwischen Bochum und Eindhoven am Rhein liegen - in halben Abstand wie nach Koblenz nun dicht bei Aachen noch ein kleines Beben - augenscheinlicher Eindruck der Karte vom 29.07.2008 (http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/geologie/seismo/emap/index.htm): Es finden sich grob gleiche Abstände zu einigen Beben - eins Richtung Belgien, eins nördlich von Münster es scheinen zwei verschiedene Abstände zu sein, die in etwa sich in der Bebenkarte als zwei verschiedenen Äquidistanzen betrachten lassen würden - es sind aber rein statistisch wesentlich zu wenig Beben, um dies untermauern zu können. Köln liegt mittlerweile zweimal genau auf der Hälfte zwischen Beben, die Verbindungslinien kreuzen in ca. 30-38 Grad Winkel im Großraum Köln.

Ablesedatum 01.08.2008 morgens: Es ist erneut ein Beben in der Nähe von dem ersten Beben bei Koblenz, nur etwas nördlicher - unübersehbar ist nun, dass abwechselnd Beben auf gerade Linie mit grob gleichem Abstand erfolgen und Köln in der Mitte liegt. Noch wesentlich zu wenig Daten für wissenschaftliche Analysen, aber meine These des Schwingungsmusters, was sich aufschaukeln könnte zu einem großen Schwingung in der Mitte wirkt immer wahrscheinlicher.

Ablesedatum 05.08.2008 morgens: Am 03.08.2008 wieder ein kleines Beben auf der nördlichen Seite von Köln wo auch die letzten Wochen die gehäuften kleinen Beben waren - bei Rheinberg. Es bleibt also weiter auffällig bei abwechselnden Mikrobeben in konstantem Abstand von Köln. Und es bleibt bei dem Abstand der Bebengebiete zueinander von immerhin ca. 160-170 km - also relaliv dicht an dem 200 km Wellenlänge für die in meiner Diplom Arbeit beschriebenen Boudinagestruktur an der Moho - die ich auch nur zitiert habe. Die 200 km Wellenlänge gilt jedoch nur bei senkrechtem Abstand, tatsächlich läuft diese STruktur schräg nach rechts oben oder NNE - somit wäre der geringere km Abstand von 160-170 km erklärt - weil die Boudingastruktur in einem leichten Winkel zum Rheingraben läuft.

Wichtige Information vom 05.08.2008 mittags: Nach telefonischer Auskunft der Erdbebenstation, die endlich wieder fachlich besetzt war, wurde ich auf die Erläuterungen der Erdbebentabelle aufmerksam gemacht, und nur die blau hinterlegten Erdbeben sind natürlichen Ursprungs, die grün hinterlegten sind bergbaulich bedingt - somit entfällt so ziemlich genau die Hälfte der beobachten und analysierten Erdbben - es bleiben nur 3 Beben für meine Betrachtungen vom 18.07. bis 30.07. übrig. Davon ist eines in der Nähe von Koblenz, eines in der Nähe von Aachen, das dritte etwas nörlich von Koblenz. Sämtliche vier Beben in dem Abstand von 160-170 km nörldlich von Köln sind nicht natürlichen Ursprungs. Meine Hypothese ist also bisher nicht mit Daten zu füttern. Weiterhin wurde mir mitgeteilt, dass es erst seit den 90er Jahren derart sensible Instrumente für NRW gibt, die Mikrobeben aufzeichnen - somit ist in NRW eine Rückwärtsdatenanylse für meine Hypothese in Bezug auf die wenigen mittelschweren Beben der letzten Jahrzehnte nicht möglich, und mein Hypothese ist nur für die Zukunft erforschbar/verifizierbar. Man könnte jedoch wenigstens versuchen ab diesem Zeitpunkt der 90 er Jahre diese rückwirkende Datenanalyse zu machen und mit anderen Gebieten auf der Erde mit wahrscheinlich gleichen oder ähnlichen geologischen Bedingungen zu vergleichen, wo mehr Datenmaterial für rückwirkende Analysen vorhanden sind.

Ablesedatum 08.08.2008 abends: Wieder ein natürliches Beben in der Nähe von Koblenz, etwas weiter nördlich, sehr viele Beben bergbaulicher Ursache an alter Stelle und weitere Umgebung nördlich von Köln. Meine Frage wodurch die bergbaulichen Beben denn ausgelöst werden, habe ich keine für mich eindeutige und zufriedenstellende Antwort erhalten - ob hier nicht doch eine Bewegung des Untergrundes ursächlich für sein kann??

Ablesedatum 11.08.2008 abends: Wieder natürliche kleine Beben - vier hintereinander am 09.08.2008 - in der Nähe von Koblenz und ein bergbauliches in der Nähe der alten Stelle nördlich von Köln. Wieso erscheinen heute auf der Bebenkarte keine alten Beben mehr??

Fortsetzung des laufenden Protokolls - auch Stand der Datenabfrage und Interpretation allgemein hier: /daten2.html

Falls diese Hypothese bei Analysen alter großer Beben wider legt woden ist:

Nie vergessen, jedes Beben ist ein Individuum. Es gibt eben keine generell allgemeingültige Prognosetechnik, sondern nur individuell angepasste. Die Literatur über Erdbebenforschung spricht dies bzgl. bereits Bände, man schaue einfach nur in die zahlreichen dicken Bücher der Seismic Society von America und blättere diagnonal durch: Endlos viele sehr komplizierte und aufwendige Forschungsarbeiten zu Erdbebenindividuen. Wenn man dann die abstracts und results diagnol durchgeht, stellt man ebenfalls zügig fest, dass die meisten Forschungen hier ebenfalls im Modellcharakter stecken bleiben und mehr wissenschafltiche Vermutungen aufstellen, als das handfeste praktische Ergebnisse heraus zu kommen scheinen. Aber welcher Fachmensch sollte bei diesen vielen komplizierten Forschungsarbeiten auch alles im Überblick haben und evtl. doch in den Ergebnissen und Daten vorhandenen Vorhersagemöglichkeiten das Richtige herausfiltern und zusammen kombinieren? Wenn man die Fachliteratur nur in Bruchteilen diagnol sichtet, leuchtet jedermann ein, dass es nicht möglich ist.

Zu der Webunterseite mit geophysikalischen Hintergrund und Hypothesen zur Diskussion hier: /deep.html


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