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Earthquake-Prediction - Erdbebenvorhersage-

Über das Bienensterben - mögliche mehrkausale Ursachen und

Zusammenhang zu EM-Wellen


Mögliche mehrkausale Ursachen des aktuellen mysteriösen Bienensterbens:

(vom Frühsommer 2007, aktueller Beitrag siehe rechts)

Nach Internetrecherchen sind die Ursachen des Bienensterbens bisher ungeklärt, jedoch werden mehrere Faktoren im Zusammenspiel vermutete. Dabei wurde bereits eine deutlich verminderte Krankheitsanfälligkeit gegenüber Milben festgestellt. Die Ursache Mobilfunk wurde diskutiert, jedoch aufgrund von beobachteten Bienensterben in Gebieten ohne Mobilfunkmasten wieder aus der Diskussion heraus genommen.

Mit Zitaten aus dem Buch & Earthquakes and Animals& von Motoji Ikeya, World Scientific 2004 möchte ich die Diskussion aufwerfen, ob nicht doch Elektromagnetische Wellen, woher sie auch kommen, zumindest als Ursache für deutlich verstärkte Krankheitsanfälligkeit angenomen werden kann.

Vielleicht gibt es über die Mobilfunkbelastung hinaus auch noch weitere Belastungen von EM-Wellen, die in Betracht gezogen werden könnten, wie z.B. aus dem militärischen Bereich oder von Fernerkundungssatelliten. Wie Sie den Buchseiten entnehmen können, reagieren Bienen und Insekten allgemein schon 10 Tage vorher vor Erdbeben, und die größeren Tiere erst Tage später.

Es wird ein direkter Zusammenhang von Körpergröße und Form gegenüber der daraus resultierenden Resonanz gegenüber den EM-Wellen angenommen und genaue Messwerte für das beobachtete anormale Verhalten von Bienen gegenüber EM-Wellen aufgezeigt. Deswegen vermute ich, dass Insekten, speziell Bienen vielleicht wirklich mit langfristiger Immunschwäche auf eine veränderte und verstärkte Belastung mittels spezieller EM-Wellen reagieren bzw. reagiert haben. Ich bitte hier drüber nachzudenken und weitere Überlegungen oder/und Forschungen anzustellen. Leider darf ich wegen Copyright Problemen die anschaulichen Grafiken nicht darstellen.

Quotations from the Book "Earthquakes and Animals", Motoji Ikeya, World Scientific 2004 About Beebehaviour for Earthquakes:

Page 33: Chapter 2.3.

Unusal Phenomena before the Izmit Earthquake in Turkey: "Bees aggressively stung humans and buzzed people to an unusual degree"

Page 46: Chapter 2.8.3: A speculative mechanism for temporal shift of unusual behaviour from small to large animals:

"The Chinise have observed that small animals show unusual behaviour first and large animals later and closer to the main shock; this was observed particulary before the Haicheng Earthquake(...)The animal size effect (...) might be explainded as an EM absorption effect(..)."

Page 100: Chapter 4.4.5 Insects and worms:

(a) Honey bees buzzing "An experiment on electrical field effects on honeybees was carried out in the depths of winter on a moutain during the filming of Amazing Animals. The hogh voltage shpere of a Van de Graaf generator was places close to a beehive with a transparent acrylic cover (...): Honeybees, whos movements are very sluggish in winter, were not agitated by the movement of an intense "Neomax" permanent manget. They were, however, agitated by the electrical field and swarmed in the direction of the high voltage sphere i.e. to the most intense part of the elctrical field. EM discharge to the edge of the box made them highly agitated and they came out of the hive and buzzed around loudly. The estimated intensity was 80-100 V/m at about 30 cm from the discharges."

Page 75f: Chapter 3.3.11 Electrical field effects on animals:

"Land animals might also perceive fields of both static and EM waves thoough wet tongues, eyes, and paws with high conductivity acting as antennae, and body hairs acting as electrostatic mechanoreceptors. Only antennae that resonate at the frequency range beeing amitted can efficiently detect those EM waves. Hence emitter and receiver antennas should be similar in size and shape. A window of communication at a particular frequency range may therefore be opened to animals of the same species, the frequency range depending on the size of the animal. (...) Resonance occur at particular frequencies dependig on the size and shape of the object. If the frequency is the microwave frequency of 1 GHz, for example, an animal 10 cm long absorbs it quite intensely, but an animal twice as big is less affected. If animals respond to EM waves associated with preseismic events, then some may be greatley affected by EM waves while others of different sizes and small conductivities may not sense them all. The impedance (electrical resistance) of an object also differs depending on the direction of the electrical field. Hence there is directional dependence in addition to size (frequenciy dependence) in the effects of EM exposure on animals. this seems to be rarely understood by biologist, leading to irreproducibility in their experiments"

Weiter möchte ich dringend auf Internetseiten aufmerksam machen, die relativ eindeutig besagen, dass so gut wie bewiesener Hauptverursacher des Bienensterben das von BAYER vertriebene Pestizid Gaucho mit dem umstrittenen Wirkstoff Imidacloprid ist, zu denen es schon juristische und politische Auseinandersetzungen nach diveseren wissenschaftlichen Untersuchungen gegeben hat. Ich empfehle das Stichwort Imidacloprid und für eine zweite Suche das Stichwort Gaucho einzugeben

Aktueller Beitrag von Anfang September 2007 ( 2.Artikel siehe unten):

Mysteriöses Bienensterben & Dichtung und Wahrheit

Vor einigen Monaten berichtete unter anderem das schweizer Magazin Factum von dem rätselhaften oder mysteriösen Bienensterben in der USA und deren Ausweitung auch in europäischen Breiten. Da Bienen massgeblich wichtig für unsere Nahrungsmittelproduktion sind (laut einem Zitat nach Albert Einstein hat die Menschheit noch vier Jahre zu leben, wenn die Biene erst mal ausgestorben ist), ist ein Sterben dieser Spezies für uns alle von großer Bedeutung.

Derart aufgeschreckt von diesem Artikel machte ich mich auf dem geistigen Weg, hier Ursachen, Folgen und möglichen Gegenmaßnahmen genauer zu ergründen. Da ich mich schon mal intensiv mit dem ebenfalls noch nicht gänzlich erforschten und geklärtem Phänomen des Tierverhaltens vor Erdbeben beschäftigt habe, fand ich einen englischsprachigem wissenschaftlichen Beitrag über das Verhalten von Bienen gegenüber elektromagnetischen Wellen, welchen ich nun versuchte mit Bienensterben in Zusammenhang zu bringen.

Mittels Internetrecherche wurde schnell deutlich, dass das Bienensterben nicht so mysteriös ist, wie gerne von den Medien übertrieben dargestellt, sondern durchaus diverse Faktoren bekannt sind, die alle zum Bienensterben beitragen. So ist z.B. nachweislich das Immunsystem der Bienen geschwächt und damit die Anfälligkeit der Bienen gegenüber Krankheiten und Parasitenbefall deutlich erhöht.

Tatsächlich findet man derzeit bei dem hiesig auftretenden Bienensterben vierfach verstärkte Anfälligkeit gegenüber einer speziellen Milbensorte. Mit diesem Hintergrund habe ich es dann gewagt als Hypothese, dass elektromagnetische Wellen mit zur Schwächung des Immunsystems beitragen könnte, diverse Fachleute, die über Bienensterben im Internet publiziert oder geschrieben haben, zu kontaktieren.

Dabei stellt sich die Körpergröße der Biene als massgebliche Ursache für eine mögliche Resonanz der elektromagnetischen Wellen als ausschlaggebenes mögliches Problem dar, nachdem hier von Prof. Ikeya, der leider inzwischen verstorben ist, Zusammenhänge gefunden worden sind.

Die Antworten und Reaktionen der Fachleute fielen sehr unterschiedlich aus - über Begeisterung und angeblicher Übernahme meiner Forschungsanregung in die Praxis bis zu eindeutigen fachlichen Ablehnungen. Dadurch neugierig geworden und inzwischen durch die Redaktion des Factum Magazines motiviert, habe ich weitere Recherchen betrieben und nach einer langen Sommerpause auch endlich führende Wissenschaftler zu diesem Thema schriftlich als auch ausführlich mündlich befragen können, um mir einen wirklich wissenschaftlich fundierteten und seriösen Eindruck zu verschaffen, den ich hier nun etwas näher dem Leser darstellen möchte:

Tatsächlich ist Bienensterben als Ausdruck von Fachleuten ungern gesehen und gehört, sie würden lieber von einem Bienenvölkersterben reden. Auch muss unbedingt zwischen Wildbienen, derer es tausender verschiedener Arten weltweit gibt, und den unterschiedlichen Zuchtbienen für Imkereizwecke unterschieden werden. Bleiben wir aber der Einfachheit bei dem Ausdruck und reden nur von den Zuchtbienen für die Imkerei, so lässt sich feststellen, dass periodisch auftretendes Bienensterben seit über 100 Jahren bekannt ist und zwar in regelmäßigen zeitlichen Abständen von 3-7 Jahren. Was sich in lezter Zeit daran verändert hat ist lediglich die Größe der Fläche, wo das Bienensterben auftritt, das diese sich eben vergrößert hat.

Und gerade dieses Jahr ist erfreulicherweise ein Rückgang des Bienensterbens in Deutschland zu beobachten. Das Bienensterben an sich läßt sich problemlos generell mit der Globalisierung erklären, da z.B. auch viele für Bienen gefährliche Viren aus Australien und Israel eingeschleppt worden sind, die die Bienen massgeblich angreifen. Krankheiten pflegen sich mit der Zeit in der Intensität aufzuschaukeln, so dass die Perioden von 3-7 Jahre von der Logik her problemlos Krankheiten und Parasitenbefall zuzurechnen sind.

Weiterhin ist in Deutschland und wohl auch anderswo der Bestand an Hobbyimkern zurück gegangen und damit sowieso ein Rückgang von Bienen zu verzeichnen. Außerdem bedeutet die zunehmende ungünstige Veränderung des ländlichen Raumes hin zu Monokulturen für die Bienen auch immer ungünstigere Lebensbedingungen. Überraschend sind gerade die riesige Sturmschäden z.B. im Schwarzwald wiederherum sehr günstig für die Bienen, da dort neues Brachland mit nektarreichen Pflanzen entstanden ist.

Es läßt sich generell bei den Wildbienen ein paralleler Rückgang zu dem Aussterben oder verminderten Auftreten von diversen wilden Blütenpflanzen beobachten, wobei unklar ist, was die Ursachen und was die Folge ist, oder ob es sich um einen Teufelskreislauf handelt. Es gibt viele Untersuchungen über die unterschiedlichsten Stressfaktoren, die alle als Faktor bekannt sind, die das Leben der Zuchtbienen deutlich beeinträchtigen diese sind aber so vielfältiger Natur, dass es sich letzendlich bis heute nicht für spezielle Regionen und Bienen vorhersagen oder bestimmen lässt, welches der ausschlaggebende Faktor war oder eben auch genau nicht denn die führenden Wissenschaftler hierzu haben schon mehrfach z.B. in Zusammenhang mit der Wetterlage versucht Prognosen über erhöhtes Völkersterben heraus zu geben, die sich dann aber erfreulicherweise nicht bewahrheitet haben.

Betrachtet man die ungemeine Vielfalt möglicher Stressfaktoren, die ich gleich noch z.T. aufzählen werde, so leuchtet es einem mit ein wenig mathematischem Grundwissen ausgerüstetem Laien eigentlich auch schnell ein, dass diese System zu komplex ist, als dass sich genauere Vorhersagen oder eindeutige Korrelationen ableiten lassen.

Dies ist vom Ansatz her im Prinzip auch das gleiche Problem in der Erdbebenvorhersage, da auch hier zu viele Parameter reinspielen, die als letztes auslösendes Moment für das Erdbeben wirken, als dass man eine exakte Vorhersage treffen kann. In Bezug auf diese Grundproblem der Komplexität ist wohl auch der Vorwurf vieler Imker, dass es erst die Mischung aus verschiedenen Insektiziden/Pestiziden u.ä. ist, die für das Bienensterben massgeblich verantwortlich sind, nachvollziehbar.

Es gibt zwar bereits eindeutige Studien und Gerichtsprozesse bzgl. von Bayer vertriebener Pestizide, die z.T. dann auch wieder verboten worden sind, während andere nach Versuchen, die sogar die Imker selber durchgeführt haben, erlaubt sind. Jedoch wurde nirgendwo der Mix aus verschiednen Pestiziden getestet also auch hier das Problem mehrere Parameter, die gleichzeitig wirken und nicht in Ihrer Endwirkung und Kombination erforscht sind. Vielfach findet sich auch der Verdacht, das Genmais das Bienensterben zumindest beeinflusst. Auch dies konnte durch gezielte Imkerbefragung an unterschiedlichen Standorten nicht bestätigt werden.

So ist auch vielfach ein genauso starkes Bienensterben in völlig unbelasteten Gebieten wie Nationalparks gegenüber stark mit Chemikalien bearbeiteten ländlichen Gebieten gefunden worden genauso das gleiche Ergebnis in Bezug auf Belastung durch Mobilfunkmasten. Ohne Zweifel können viele Faktoren als Stressfaktoren benannt werden, wozu auch die verschiedenen Bienenzuchten wie z.B. der Imker die Bienen gezüchtet und gehalten hat ( z.B. hat er Bienen aus dem Ausland mit für die Zucht heran genommen)- und neuen Krankheitserregern aus dem Ausland, genauso mit reinspielen, wie Wetterlagen, Pestizideinsätze, allgemeine Verbreitung von Krankheitserregern, Monokulturen, zurück gehende Imkerei, usw..

Aber eine Ableitung und Zukunftsprognose ist aus geschilderten Beobachtungen und Datenkorrelationsversuchen bisher nicht möglich und aufgrund der Vielzahl an Parametern vermutlich auch generell zum Scheitern verurteilt. Wenn man dann die kurze Lebensspanne der meisten Bienen betrachtet für die einfache Biene im Sommer sind es ganze drei Wochen - wird jedem schnell klar, dass die Forschungsmöglichkeiten zum einen begrenzt sind, zum anderen eine Anreicherung von Giftstoffen in so kurzer Zeit diesen Faktor als weniger wichtig erscheinen lassen.

Dass Bienen zukünftig aussterben könnten, halten führede Wissenschaftler für unrealistisch. Über weitere Medienberichte bin ich auf ein angebliches Zuchtprogramm Milben resistenter Bienen gestoßen. Hierzu kontaktiere ich zwei Wissenschaftler, die den geschilderten Zusammenhang wo genaue Uninamen u.ä. für dieses Forschungsprogamm geannnt waren, als nicht existent und unsinnig. Über dieser Fehlmeldung durch die Medien habe ich mich zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr gewundert, da ich schon vorher durch Kontakte mit Wissenschaftlern immer wieder feststellen musste, dass die dort verbreiteten Informationen nicht unbedingten Wahrheitsgehalt hatten.

Jedoch wurde mir schließlich gesagt, dass die sogenannten Killerbienen in Südamerika relativ Milben resistent sein, aber aufgrund Ihrer Stechfreudigkeit unmöglich in Europa angesiedelt werden könnten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wissenschaft sehr viel und sehr fundierte Forschung betreibt, jedoch die Mediendarstellungen aus mehreren Gründen teilweise geradezu irreführend sind.

Dazu gehört sicherlich auch, dass das Thema eben nicht in nur z.B. 40 Sekunden angemessen abgehandelt werden kann, wo der Wissenschaftler sein Interview vor Zeitungen, Radio und ggf. Fernsehen gibt. Als nächstes wurde diese dann schon etwas grausam gekürzte Darstellung des Wissenschaftlers von dem Laienwissen der Redakteure bei einer für das Publikum interessanteren und spannenderen, evtl. auch bildhafteren Darstellung unwissentlich inhaltlich verändert, so dass schon drastisch zusammengefasstes und gekürztes wissenschaftliches Material anfängt sich in Medien mit inhaltlichen Fehlern zu verbreiten.

Und wenn dann noch Redakteure voneinandern abschreiben und der Effekt der stillen Post hinzu kommt, wirkt nicht nur die Fehlerfortpflanzung auf ein Endergebnis der Informationen über Bienensterben, wie es nun überall tatsächlich zu finden gewesen ist. Tatsächlich habe ich aber auch gerade gegensätzliche Erfahrungen zufällig recherchiert so wurden z.B. von namenhaften Geowissenschaftlern noch vor 10 Jahren Artikel publiziert, die ein Meeresspiegelanstieg für nicht unbedingt in der Zukunft realistisch hielten oder sich auch nur im Millimeter Bereich bewegen könnten und beriefen sich hier auf eindeutige wissenschaftliche Studien.

Doch die Wirklichkeit hat uns hier schon längst eingeholt. Ich hoffe meinen persönlichen Rechercheweg um auf die Spur des mysteriösen Bienensterbens zu kommen, regt auch andere Leser nach, mal gezielt Medienberichte zu hinterfragen und auf fundierte Recherche zu gehen. Letzendlich bleibt die Natur ein zu komplexes System als dass der Mensch sich einbilden könnte, er könnte exakt berechnet, gesteuert und gezielt hier eingreifen. Die Risiken und Nebenwirkungen bleiben immer unberechenbar.

2. Artikel über Bienensterben, Mitte September 2007

Dichtung und Wahrheit um Bienensterben

Vielfach in den Medien war in letzer Zeit vom mysteriösen Bienensterben zu lesen und zu hören. Dabei ist der Begriff des Bienensterbens differenziert zu betrachten und wird oftmals auch auf unterschiedliche Inhalte gleichermaßen angewendet. Es ist zu unterscheiden, ob Wildbienen, oder Zuchtbienen gemeint sind, und auch wo auf der Erde dieses Phänomen wann eingetreten ist. Wildbienen sterben tatsächlich parallel zu den Wildblumen, die sie bestäuben, tatsächlich nach und nach in der Natur aus.

Bei den Zuchtbienen der Imker möchten die Experten lieber von Völkersterben reden. Zu unterschieden in den Mediendarstellung ist nun auch noch der Ort und Zeitpunkt, auf den sich der Begriff des Bienensterbens bezieht, da es z.B. vor einigen Jahren in Frankreich eindeutig auf ein bestimmtes von BAYER vertriebenes Pestizid zurück geführt werden konnte, welches dann auch gerichtlich verboten worden ist. Da aber mit Verbot des Pestizids in Frankreich offensichtlich das Phänomen des Bienensterbens aus den Medien nicht verschwunden ist, muss man eben genauer lesen und hinschauen.

Die derzeitigen Presseartikel haben eine enorme Öffentlichkeitswirkung. Die Inhalte der Artikel sind in Teilen aber wenig sachlich. Richtig ist, dass zur Zeit erhebliche Verluste an Bienenvölkern in den USA beklagt werden. Wie hoch die Verlustrate ist, kann derzeit nicht genau beziffert werden. Die Beschreibungen decken sich mit den Verlusten in Deutschland nach dem Winter 2002/2003.

Schon 2005/2006 war in den USA eine erhöhte Verlustrate zu verzeichnen. Die Symptome in den USA sind ebenfalls relativ ähnlich denen in Deutschland vor 4 Jahren. Die Ursachen der Verluste von 2002/2003 in Deutschland und benachbarten Ländern konnten nicht komplett festgestellt werden, da man die Historie der Bienenvölker nur erahnen und damit nur Vermutungen über die Zusammenhänge äußern konnte. Zur derzeitigen Situation in Deutschland: Bis auf einige Ausnahmen sind die deutschen Imker mit der Auswinterung ihrer Bienenvölker zufrieden.

Eine Auswinterungsverlustrate von 10 % wird als normal betrachtet. Im Frühjahr 2003 lag die Verlustrate in Niedersachsen bei ca. 27 %. Derzeit gehen wir von deutlich unter 10 % bundesweit aus. Bei den Bienenmonitoringimkern, die durch das Bieneninstitut Celle betreut werden, ist die Verlustrate unter 4 %. Die zitierten Aussagen in den Medien mit 25 % Verlust nach dem jetzigen Winter sind für das Bieneninstitut Celle nicht nachvollziehbar. Das derzeit von den Medien als rätselhaftes Massensterben bezeichnetes Bienensterben bezieht sich im allgemeinen auf das aktuelle Bienensterben in der USA.

Dies ist unter diversen durchaus den Fachleuten bekannten Faktoren nun nach weiteren Forschungen derzeit hauptsächlich auf eingeschleppte Viren zurückzuführen also eine Folge der Globalisierung. (ed.) Das beängstigende Sterben begann im Herbst 2006: Bei einem Viertel der Imker in den USA starben bis zu 90 Prozent der Bienenvölker. Die erwachsenen Insekten verschwanden spurlos und liessen den Bienenstock samt der Königin, den jungen Bienen und der Brut zurück. Die Bienenforscher suchten fieberhaft nach den Ursachen. Recherchen ergaben, dass das in den Medien heiss gehandelte Thema des «Bienensterbens» weit weniger mysteriös ist, als vielfach von den Medien dargestellt. Es sind etliche Faktoren bekannt, die zum Tod der Bienenvölker beitragen können.

So ist nachgewiesen, dass viele der amerikanischen Bienen über ein schwaches Immunsystem verfügen, was ihre Anfälligkeit für Viren und Parasiten erhöht. Beim aktuellen Bienensterben wurde zudem eine um das Vierfache erhöhte Anfälligkeit gegenüber einer bestimmten Milbensorte festgestellt. Bei den Zuchtbienen ist ein in Abständen von drei bis sieben Jahren periodisch auftretendes Sterben seit über hundert Jahren in Europa bekannt. Krankheiten pflegen sich in der Intensität aufzuschaukeln, so dass dieses periodische Sterben gut auf Krankheiten und Parasitenbefall zurückgeführt werden kann.

Aufgrund der kurzen Lebenszeit von Bienen werden toxische Auswirkungen von Giften für wenig wahrscheinlich gehalten. Jedoch darf auch hier nicht vergessen werden, dass die Natur sehr komplex ist und Umweltgifte durchaus auch einen Einfluss auf das Immunsystem der Tiere haben kann und somit die Abwehrkräfte gegen Parasiten entscheidend reduzieren kann.

Das Bienensterben, das eigentlich ein Bienenvölkersterben ist, gilt als eine Folge der Globalisierung. In den USA sind für Bienen gefährliche Viren aus Australien und Israel eingeschleppt worden. US-Imker haben seit 2005 Bienen im Wert von mehreren Millionen Dollar aus Australien importiert. Untersuchungen ergaben, dass ein Grossteil der australischen Bienen von IAPV befallen ist. In Australien selbst ist das Massensterben aber noch nicht aufgetreten. Das könnte mit den anderen Lebensbedingungen der Bienen zu erklären sein. Wie komplex die Ursachen sein müssen, zeigt auch die Tatsache, dass in den USA ein grosses Bienenvölkersterben auch in chemisch und elektromagnetisch unbelasteten Nationalparks vorkam, ähnliches wurde in Nationalparks der europäischen Alpen beobachtet.

Was sich in letzter Zeit veränderte, ist aber das flächenmässige Ausmass des Sterbens, welches zweifelsohne an Größe zugenommen hat. Viele Imker sehen als Grundproblem den Einsatz verschiedener chemischer Spritzmittel, bzw. deren Mischung. Ein nachvollziehbarer Vorwurf, der allerdings noch nie getestet wurde. Die Zusammenhänge sind hochkomplex. Der Verdacht, das genmanipulierter Mais das Bienensterben zumindest beeinflusst habe, konnte laut Nachfragen an Wissenschaftler nicht bestätigt werden. Auch nicht der Einfluss elektromagnetischer Strahlung, sofern man damit den Störeinfluss der Strahlung auf die Kommunikation der Bienen meint und als globale Erklärung für ein geschwächtes Immunsystem. Denn auch hier wurden in von Mobilfunkmasten freien Nationalparks ein Bienensterben beobachtet.

Daraus aber gleich den Rückschluss zu ziehen, dass elektromagnetische Wellen bzw. Strahlungen keinerlei Auswirkungen auf Bienen habe, ist verfrüht. Es ist durchaus von der Forschung über Tierverhalten vor Erdbeben bekannt, dass Bienen auf elektromagnetische Wellen reagieren, und zwar sogar stärker als größere Tiere, da ihr Körperbau vermutlich ehr zu einer Art Resonanz gegenüber den Wellen neigt. Dies wird derzeit noch weiter nach kurzen schriftlichen Rückfragen an Wissenschaftler untersucht.

Dabei besteht die Möglichkeit, da das Bienensterben der Imkerbienen eindeutig auf mehrere Faktoren zurück zu führen ist, dass nicht nur Mobilfunkmasten als zwingeder Verursacher der schädlichen Strahlung in Frage kommen könnten. Außerdem können lokal jeweils andere Faktoren den letzten Ausschlag für das jeweilige Bienensterben gegeben habe. So kann in den besagten Nationalparks z.B. die Wetterlage den entscheidenen Einflussfaktor gespielt haben, während es anderenorts doch zusammen mit einer Schwächung des Immunsytems durch Milben oder andere Parasiten entstanden sein kann.

Für alle Wissenschaftler gleichermaßen gilt es als anerkannt, das sowohl in der USA als auch in Deutschland das Völkersteben nicht auf eine einzige Ursache zurück geführt werden kann, sondern multifaktorellen Ursprungs. Und es ist dabei lokal und zeitlich zu unterscheiden, welches der mögliche Hautpverursacher gewesen ist, welcher sich dann aber für das jeweilige Ereignis schwer als solcher ermitteln läßt. Zu den bekannten und vielfach untersuchten und diskutierten Verursachern von Bienensterben gehören: aus dem Ausland eingeschleppte Erreger, Milben generell, besondere Wetterlagen, verschiedene Pestizide, Monokulturen, das spezielle Management des Imkers (insbesonder bei der Wanderung von Bienen), ungünstige Ernähungssituation, der generelle Rückgang der Imkerei.

Als wahrscheinlichste und wichtigste entscheidene Ursache des aktuellen Bienensterbens in der USA und in europäischen Breiten gilt , wie schon obig erwähnt, inzwischen ein aus Australien eingeschlepptes Virus. Ian Lipkin (Columbia University, New York) und seine Kollegen hatten die Bienen mit Hilfe von genetischen Untersuchungen auf mögliche Mikroorganismen, Viren und Pilze untersucht und waren so auf den 2004 in Israel entdeckten Erreger IAPV gestossen. In 25 von 30 vom Massensterben betroffenen Völkern habe man das Virus gefunden, jedoch nur in einem von 21 Völkern mit gesunden Tieren, schreiben die Forscher im Wissenschaftsmagazin Science. Das Virus löst bei den Insekten Lähmungserscheinungen aus und lässt sie meist ausserhalb des Stocks sterben.

Das Virus könnte der letze entscheidene Auslöser für das Massensterben sein, doch noch andere Stressfaktoren müssen an dem Phänomen beteiligt sein, allen voran Mangelernährung, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder parasitische Milben. So jedenfalls lautet die Meinung anderer Forscher. Sie halten die Infektion mit IAPV eher als eines von mehreren Symptomen beim rätselhaften Massensterben. Generell gibt es sehr umfangreiche Forschungen zu Bienen und Bienensterben, und führende Wissenschaftler versuchen seit Jahren daraus Schlüsse und Zukunftsprognosen abzuleiten.

So haben sie wiederholt sogar verstärktes Bienensterben im Schwarzwald aufgrund der speziellen winterlichen Wettersituationen vorausgesagt, die dann aber nicht eingetreten sind. Tatsächlich hat sogar der Sturm Kyrill in diesem Frühjahr den Bienen Gutes getan denn nun wachsen dort sehr viel mehr Nektar reiche Pflanzen in dem neuen Brachland und die Bienen gedeihen prächtig. Für das Hummelsterben, was man vermehrt unter Lindenbäumen beobachten kann, haben die Wissenschaftler tatsächlich nach mühsamer jahrelanger Forschung heraus gefunden, dass die Hummel verhungert sind.

Es gibt Dank unserer Art von Begrünung mit Nektar armen Blütenpflanzen und dem permanentem Rasenmähen zu wenig Nahrung für die Hummeln, die dann alle von den Lindenblütenduft angezogen zum Schluss dort noch hinfliegen, jedoch durch die Nahrungssuche dort mehr Kalorien verbrauchen, als sie noch aufnehmen. Schnell schließt hier der Laie wie obig angedeutet von Wildbienensterben und Hummelsterben auch auf das Bienensteben von Zuchtbienen weltweit, und vergisst wie wichtig hier eine Differenzierung und genaue lokale Betrachtung tatsächlich ist.

Und so wird es auch nicht allzu schnell trotz fortgeschrittener Forschung zu einem Ende des Bienensterbens kommen, zumal viele der bekannten Faktoren, wie z.B. die Mononkultur, von Menschen gemacht und gewollt ist. Ein gänzliches Aussterben der Bienen wird derzeit jedoch von Wissenschaftlern auch für absolut unrealistisch gehalten. Vielfach kann man auch von anderen ökologischen Experimenten lesen, wo der Mensch meinte einen eindeutigen Zusammenhang gefunden zu haben, und dann meinte, gezielt eingreifen zu können.

So gibt es zahlreiche Beispiele, wo Biologen die natürlichen Feinde von bestimmten zur Plage gewordenen Tiere in der Natur ausgesetzt hatten, und hofften nun das Problem auf natürliche Weise regeln zu können. Leider geschahen dann jedoch unplanmäßig und unvorhersehbar ander Dinge. Mutter Natur bleibt komplex und nicht für Menschenhand eindeutig erforschbar und steuerbar. Die Risiken und Nebenwirkungen werden auf unbestimmte Zeit beim Eingriff des Menschen in die Natur weiterhin unberechenbar bleiben.

Beim Recherchieren im Internet kann man zum Thema Bienensterben noch viele weitere interessante Thesen, Ideen, Anregungen, Vorwürfe usw. lesen, wobei der Leser jedoch, wie schon erwähnt, gewarnt sein sollte: Viele Medienberichte sind aus den unterschiedlichsten Gründen nicht ganz der Wahrheit entsprechend, auch wenn die Wissenschaftler die 100%ige Wahrheit derzeit auch noch nicht kennen.

So findet sich z.B. ein Artikel über ein Milbenresistentes Zuchtprogramm von Bienen , welches nach Rückfragen an zwei Wissenschaftler für nicht existent und unsinnig erklärt worden ist. Weiterhin finden sich Artikel, die finanzielle Machenschaften zwischen Wissenschaftlern und BAYER unterstellen, die von dem betroffenen Institut auch als falsch belegt worden ist, da die unterstellten Zusammenhänge des Sponsorings nicht existieren. Für interessiere Leser hier eine seriöse Internetseite mit Downloads über Forschungsartikel:

http://www2.biologie.uni-halle.de/zool/mol_ecol/publ1_f.html

Folgende Wissenschafler wurden zu Recherche Zwecken persönlich von mir kontaktiert, befragt, interviewt:

Dr. Rosenkranz, Uni Hohenheim

Dr. Werner von der Ohe , Institut für Bienenkunde Celle

Prof. Dr. Jürgen Tautz, Uni Würzburg

Prof. Dr. Robin F.A. Moritz, Universität Halle-Wittenberg

Dr. Jochen Kuhn,Universität Koblenz-Landau, Abteilung Physik

Weitere Informationsquellen sind Internetseiten wie www.bienensterben.info; www.nabu.de , die z.T. Ausgangspunkt einer Diskussion mit obigen Wissenschaftlern waren, und die Zeitschrift Science.


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